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Hoffnung bei Red Bull: Schwieriges Heimspiel in Spielberg

Spielberg Hoffnung bei Red Bull: Schwieriges Heimspiel in Spielberg

Ausgerechnet der Red-Bull-Ring in Spielberg ist nicht gerade die Lieblingsstrecke von Red Bull. Dass das Formel-1-Team von Brause-Milliardär Dietrich Mateschitz beim Heimrennen in diesem Jahr besser abschneidet, ist fraglich.

Spielberg. Zur Einstimmung auf das Grand-Prix-Wochenende auf seinem Kurs in Spielberg spendierte Dietrich Mateschitz Fahrern und Verantwortlichen seines Red-Bull-Teams einen Freiflug in einer historischen DC6.

Daniel Ricciardo und Max Verstappen sowie Teamchef Christian Horner und Motorsportdirektor Helmut Marko durften sich so endlich mal wieder als Überflieger in der Formel 1 fühlen.

Denn nach einem zwischenzeitlichen Hoch muss sich das Red-Bull-Team von Multimilliardär und Energydrink-Unternehmer Mateschitz vor dem Großen Preis von Österreich eher nach hinten als auf einen Angriff auf die Dominatoren von Mercedes mit dem WM-Führenden Nico Rosberg und Weltmeister Lewis Hamilton konzentrieren. Zudem schnitt Red Bull seit dem Comeback des Austria-Rennens in der Formel 1 auf keiner Strecke so schlecht ab wie ausgerechnet auf dem Red-Bull-Ring in der Steiermark.

„Wir haben in der Vergangenheit nicht die Ergebnisse gehabt, die wir haben wollten“, gestand der Australier Ricciardo. „Aber ich denke, wir sind hier mit unserem besten Paket, und hoffen, unter die Top Fünf zu kommen.“ Vom Podium oder sogar von einem Sieg spricht niemand. „Hier in Österreich ist Mercedes nicht zu schlagen“, stellte Verstappen ernüchtert fest.

Nach dem Überraschungs-Triumph des Niederländers in Barcelona und einem nur durch einen Strategiefehler verpassten Erfolg von Ricciardo in Monaco hatten viele gerechnet, dass Red Bull zumindest Ferrari mit Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel als Mercedes-Herausforderer Nummer eins ablösen könnte. Doch die Ernüchterung bei den Rennen in Montréal und vor allem in Baku war groß. Plötzlich sah sich das australisch-niederländische Fahrerduo sogar den Attacken von Force India und Williams mit ihrer Mercedes-Motorpower ausgesetzt.

Und der aktuelle Red-Bull-Wagen ist trotz des verbesserten Renault-Antriebs nicht gerade geschaffen für die mit 4,326 Kilometer relativ kurze Strecke mit ihren gerade einmal neun Kurven. Ob der neu verlegte Asphalt ihnen entgegen kommt, ist auch nicht klar. „Es ist vielleicht nicht der idealste Kurs für unser Auto in Bezug auf unsere Leistung, es ist trotzdem noch okay“, meinte Ricciardo.

In der WM-Wertung ist Ricciardo (78 Punkte) vor dem neunten von 21 Saisonrennen am Sonntag (14.00 Uhr) als Fünfter weit entfernt vom zweimaligen Österreich-Gewinner und WM-Ersten Rosberg (141). Verstappen (54) ist Sechster, fährt aber auch erst seit seinem Aufstieg vom Schwester-Team Toro Rosso seit vier Rennen für Red Bull. Immerhin ist der Rennstall in der Konstrukteurwertung jedoch ganz klar die dritte Kraft in der Formel 1.

Liegt es am Abstand zur Spitze oder den bisherigen Ergebnissen der Red-Bull-Renntruppe auf der idyllisch im Murtal gelegenen Strecke? Die Formel-1-Begeisterung in der Alpenrepublik scheint abgenommen zu haben. Kamen noch 2014 zum ersten Grand-Prix-Wochenende seit elf Jahren etwa 200 000 Zuschauer, waren es ein Jahr später nur noch rund 115 000 PS-Interessierte. In diesem Jahr sind die Erwartungen der Organisatoren noch bescheidener.

Immerhin half die österreichische Fußball-Nationalmannschaft unfreiwillig. Nach dem Aus bei der EM in Frankreich soll der Kartenverkauf für Spielberg noch einmal angezogen haben. Motorsportchef Marko rechnet mit 60 000 bis 70 000 Interessierten: „Wir hoffen aber noch auf Ad-hoc-Käufe.“ Hoffnung scheint derzeit bei Red Bull ein weitverbreitetes Prinzip zu sein.

dpa

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