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Silber vor Ferrari beim Heimspiel - Hamilton Schnellster

Monza Silber vor Ferrari beim Heimspiel - Hamilton Schnellster

Hamilton gibt Vollgas. Der Brite hängt das deutsche Duo Rosberg/Vettel ab. Ferrari zeigt sich beim Heimspiel aber schon mal nicht so schlecht. Klar ist jedoch auch: Beim Kampf um Pole und Sieg will zudem Red Bull wieder mitmischen.

Monza. Lewis Hamilton hat im italienischen High-Speed-Mekka Monza bei Warmfahren für das Europafinale seinen deutschen Formel-1-Verfolgern keine Chance gelassen.

Der Vorjahressieger und Titelverteidiger fuhr am Freitag die schnellste Runde des Tages und verwies auf dem Autodromo Nazionale seinen Mercedes-Widersacher Nico Rosberg und dessen Landsmann Sebastian Vettel im Ferrari auf die Plätze zwei und drei. Mercedes sei stark, aber man sei näher dran, meinte Vettel. „Ganz oben ist unser Ziel, wir müssen aber auch realistisch bleiben.“

Das Maß der Dinge aber war Hamilton beim Warmfahren für das Europafinale. Der Vorjahressieger und Titelverteidiger fuhr die schnellste Runde des Tages und verwies auf dem Autodromo Nazionale seinen Mercedes-Widersacher Rosberg auf Platz zwei. „Das war ein wirklich guter Tag“, resümierte Hamilton. „Wir haben gute Fortschritte bei unseren Programm in beiden Trainingseinheiten gemacht.“

Kollege Rosberg freute sich über ein „ziemlich gutes Gefühl“ im Auto im ersten Training, kündigte aber Überstunden an. Denn: „Die Geschwindigkeit auf einer Runde war im zweiten Training nicht bei 100 Prozent.“

Max Verstappen schaffte es fünf Tage nach seinem Kollisions-Kurs von Spa-Franchorchamps unfallfrei auf den fünften Platz. Sein australischer Stallrivale Daniel Ricciardo, Belgien-Zweiter und WM-Dritter, wurde bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von 30 Grad im Königlichen Park von Monza Sechster.

Die italienischen Fans kamen zumindest schon mal ein bisschen auf ihre Kosten. Auf der Haupttribüne hingen zahlreiche Ferrari-Plakate, die Scuderia und ihre Anhänger warten seit dem Sieg von Fernando Alonso 2010 allerdings sehnsüchtig einen Erfolg beim Heimrennen. 18 Mal gewann Ferrari den Großen Preis von Italien insgesamt. Für Vettel würde ein Traum wahr, wenn er sich nach den Triumphen von 2008 im Toro Rosso und 2011 sowie 2013 im Red Bull im roten Rennoverall auf dem Siegerpodest von Zehntausenden Tifosi feiern lassen könnte.

Dafür müsste er mindestens die beiden Mercedes-Piloten schlagen. Denn Hamilton und Rosberg gehen auch in die K.o.-Ausscheidung als die beiden Topfavoriten - 12 der bisherigen 13 Poles der Saison holte das Duo. Beide schafften es jeweils sechs Mal auf den besten Startplatz. Einmal war das Ricciardo in Monaco gelungen. Rosberg holte in den vergangenen drei Rennen die Pole, mit der vierten in Serie würde er seine Siegchancen deutlich steigern: In den vergangenen sechs Jahren gewann der Polesetter auch das Rennen.

In den beiden Trainingseinheiten musste er sich in der Endabrechnung allerdings hinter Hamilton einreihen. In den ersten anderthalb Stunden am Morgen hatte Rosberg in 1:22,959 Minuten als einziger die 1:23-Minuten-Marke unterboten. Er blieb auch am Nachmittag wieder drunter (1:22,994) - Hamilton, der im WM-Klassement neun Punkte mehr als Rosberg hat, raste aber in 1:22,801 Minuten über den 5,793 Kilometer langen Kurs mit gerade mal elf Kurven.

Vettel hatte seinen Versuch auf den schnellen supersoften Reifen nach Bestzeit im ersten Sektor abgebrochen. Bei seinem nächsten Versuch zog er durch, an die Zeiten der beiden Silberpfeile kam der 29 Jahre alte Heppenheimer aber nicht ran.

Landsmann Pascal Wehrlein verbesserte sich von Rang 20 in den ersten anderthalb Stunden in seinem Manor auf Platz 16. Damit würde der DTM-Champion von 2015 am Samstag in den zweiten Abschnitt der Qualifikation einziehen. Nico Hülkenberg, sensationeller Vierter in Spa kam im Force India am Nachmittag auf den zwölften Rang, im ersten Training war er nicht zum Einsatz gekommen.

dpa

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