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Dritter Tour-Etappensieg für Sagan - Degenkolb Vierter

Bern Dritter Tour-Etappensieg für Sagan - Degenkolb Vierter

Peter Sagan war eine Nummer zu groß für John Degenkolb. Im Finale der 16. Etappe der Tour de France war der Weltmeister aus der Slowakei nicht zu bezwingen.

Bern. Peter Sagan war eine Nummer zu groß für John Degenkolb. Im Finale der 16. Etappe der Tour de France war der Weltmeister aus der Slowakei nicht zu bezwingen.

Degenkolb, der sich für Montag viel vorgenommen hatte und endlich den ersten Etappensieg bei der wichtigsten Radrundfahrt feiern wollte, musste nach 209 Kilometern beim Abstecher in Bern mit Rang vier zufrieden sein. Sagan, dem das schwierige Finale mit Kopfsteinpflaster auf einem ansteigenden und kurvenreichen Kurs entgegenkam, feierte seinen dritten Etappensieg.

Auf dem Zielstrich fing der Träger des Grünen Trikots den Norweger Alexander Kristoff mit einem „Tigersprung“ noch ab. Es war eine Millimeter-Entscheidung, das Zielfoto musste her. Im Gesamtklassement blieb alles beim alten: Der überragende Vorjahressieger Chris Froome liegt vor dem zweiten Ruhentag der Tour weiter mit 1:47 Minuten vor dem Niederländer Bauke Mollema und 2:45 Minuten vor dem erstaunlichen Newcomer Adam Yates aus Großbritannien.

„Es war eine Riesenchance, dementsprechend bin ich natürlich extrem enttäuscht, dass es nicht mit einem besseren Ausgang geendet hat und ich leider nicht über den vierten Platz hinweggekommen bin“, sagte Degenkolb, der sich aber wenigstens über den Besuch seiner Familie freuen konnte. „Mir fehlt zur Zeit das Selbstvertrauen und das Stehvermögen. Schade, die Mannschaft hatte sich heute für mich den Allerwertesten aufgerissen.“

Tony Martin hatte es am Montag erneut mit einer Flucht versucht - und scheiterte. Der vierte Ausreißversuch des Wahlschweizers bei dieser Tour sah zeitweise chancenreich aus. Mit Wut im Bauch nach seinem verpatzten Zeitfahren von La Caverne wollte es der dreimalige Weltmeister in der Spezial-Disziplin endlich wissen. Zusammen mit seinem Teamkollegen Julien Alaphilippe hatte er sich früh abgesetzt. Bei der Tour durch die Schweiz harmonierten die beiden perfekt - nur war lange unklar, wer für wen fährt.

Sollte Alaphilippe in seiner Premieren-Tour zum von den Gastgebern herbeigesehnten ersten Etappensieg eines Franzosen pilotiert werden? Oder sollte er Martin den Weg ebnen zu dessen erstem diesjährigen Tageserfolg? Die Beantwortung der Frage erübrigte sich allerdings.

Das Interesse der Klassiker-Spezialisten um den Lokalmatador Fabian Cancellara in seiner letzten Tour, Degenkolb, Valverde oder Sagan war zu groß. Martin, der kurz vorher Alaphilippe verloren hatte, wurde 22 Kilometer vor dem Ziel gestellt. Sie mussten für die Kraftanstrengung bezahlen, konnten das Tempo des Feldes nicht mehr halten und fielen beide zurück. Am Ende verloren sie in der Endabrechnung viel Zeit.

dpa

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