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Etappensiege und Gelb: Deutsche Tour-Stars mit Ambitionen

Berlin Etappensiege und Gelb: Deutsche Tour-Stars mit Ambitionen

19 Etappensiege seit 2013: Die deutschen Radstars um Tony Martin, André Greipel und Marcel Kittel feierten bei der Tour de France Erfolge am Fließband in den letzten Jahren. Die Sprinter wollen ins Gelbe Trikot.

Berlin. Gleich zum Auftakt der 103. Tour de France träumen die deutschen Radstars vom Gelben Trikot. Für die Sprinter André Greipel und Marcel Kittel ist die Flachetappe am Samstag nach Utah Beach ideal, um mit einem Etappensieg das Führungstrikot überzustreifen.

Auch die anderen deutschen Fahrer wie Tony Martin, John Degenkolb und Simon Geschke wollen beim Saisonhöhepunkt in Frankreich die hervorragende deutsche Bilanz mit 19 Etappensiegen seit 2013 weiter ausbauen.

ANDRÉ GREIPEL (33): Der gebürtige Rostocker ist in Top-Form, wie er mit dem erneuten Gewinn des deutschen Meistertitels eine Woche vor dem Tour-Start bewies. 2015 gelangen dem „Gorilla“ genannten Muskelpaket aus Hürth vier Etappensiege. Das Gelbe Trikot fehlt dem Kapitän des belgischen Lotto-Soudal-Teams noch in seiner Sammlung. „Eine solche Chance für uns Sprinter kommt nicht oft, da werde ich alles versuchen“, sagte Greipel, der in den oft chaotischen Massensprints von seinem Freund und Trauzeugen Marcel Sieberg pilotiert wird. Beim Giro im Mai feierte Greipel holte Etappensiege.

MARCEL KITTEL (28): Aus den Jahren 2013 und 2014 kennt Kittel das berauschende Gefühl, das „Maillot Jaune“ zu tragen. Das verlorene Meister-Duell mit Greipel in seiner Heimat Erfurt wurmt den Sprinter der Etixx-Quickstep-Mannschaft. „Jetzt geht es mit etwas Wut im Bauch zur Tour, die ich dort dann in den Sprints aufs Pedal bringen werde“, schrieb Kittel auf seiner Homepage. Nach einem Jahr Tour-Zwangspause ist er wieder in Form. Zehn Saisonsiege - zuletzt zwei beim Giro - sprechen dafür, dass er die Turbulenzen des Vorjahres mit langer Krankheit und einem geräuschvollen Teamwechsel verarbeitet hat. Das Grüne Trikot des Punktbesten ist für ihn ein Thema.

TONY MARTIN (31): Kittels Teamkollege hat es vor allem auf die 13. Etappe abgesehen - ein 37,5 Kilometer langes Zeitfahren nach La Caverne. Martin ist so schlank wie noch nie. Möglicherweise könnte ihm auch ein Coup auf einer mittelschweren Etappe gelingen. Ansonsten gehört zu seinen Aufgaben auch, Kittel vor einem Massensprint in eine gute Position zu fahren. Der dreifache Zeitfahr-Weltmeister musste im Vorjahr die Tour im Gelben Trikot nach einem Sturz wegen eines Schlüsselbeinbruches vorzeitig beenden.

JOHN DEGENKOLB (27): Nach seinem schweren Trainingsunfall mit einer Geisterfahrerin am 23. Januar in Spanien hatte Degenkolb mehr als drei Monate pausieren müssen. So konnte der Klassikerspezialist seinen Sieg bei Paris-Roubaix von 2015 nicht wiederholen. Pünktlich zur Tour de France will der Fahrer vom Giant-Alpecin-Team nun wieder vorne mitmischen - vor allem bei hügeligen Etappen. „Komischerweise war die Pause vielleicht gut. Ich weiß nicht, ob frisch der richtige Ausdruck ist. Aber ich fühle mich gut, bin locker und gut trainiert“, sagte Degenkolb. Ein Tour-Etappensieg fehlt ihm noch.

SIMON GESCHKE (30): Der Berliner sorgte am 22. Juli 2015 mit dem Gewinn der 17. Etappe für Furore. Seitdem ist er kein Unbekannter mehr. In diesem Jahr ist er zwar erneut Helfer in den Bergen für Giant-Alpecin-Kapitän Warren Barguil. In Fluchtgruppen könnte der Kletterer mit dem auffälligen Bart aber wieder auf einen Etappensieg schielen.

EMANUEL BUCHMANN (23): Im Gesamtklassement könnte der junge Fahrer aus dem Bora-Argon-18-Team die besten Karten aus deutscher Sicht haben. Der ehemalige deutsche Straßenmeister hat viel Potenzial - besonders in den Bergen. „Unser Ziel ist ein Etappensieg - vielleicht von Emanuel Buchmann in den Bergen“, sagt Bora-Teamchef Ralph Denk.

dpa

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