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171 Boddenschwimmer am Start

Greifswald 171 Boddenschwimmer am Start

Der Berliner Gunnar Splittgerber und Livia Keusch aus Dresden sind die Schnellsten

Greifswald. Teilweise mit letzter Kraft und gehalten von den Händen der Helfer kletterten die Teilnehmer des Greifswalder Boddenschwimmens aus dem Wasser. Am Ende waren sie sich alle einig: Der Wellengang direkt am Start war in diesem Jahr eine ganz besondere Herausforderung. 171 Teilnehmer waren angetreten. Der Berliner Gunnar Splittgerber war der schnellste von ihnen.

Das MS Stubnitz hatte mit zwei Fahrten die Teilnehmer nach Ludwigsburg an den Start gebracht, von wo aus sich die Schwimmer in die Fluten stürzten. Gunnar Splittgerber vom SSL Vorspiel Berlin legte die 2600 Meter lange Strecke in 39 Minuten und 18 Sekunden zurück.

Im Jahr 2014 war Splittgerber zuletzt bei dem Wettbewerb während des Fischerfestes angetreten. Damals hatte er sich den Sieg in einem Kopf-an-Kopf-Duell in nur 34:06 Minuten geholt. Seinerzeit schlug er zeitgleich mit dem Zweitplatzierten Reiko Blaha an das Brett. Diesmal ließ er seine Konkurrenz um mehr als eine halbe Minute hinter sich. Ihm folgten Lukas Milbrodt (39:52/HSG Schwimmteam) sowie Jakob Albrecht (Turngemeinde Berlin/39:57).

Ohnehin ist Splittgerber ein altbekannter Gast beim Boddenschwimmen. Ursprünglich aus Anklam stammend, kann er auf mehr als zehn Teilnahmen zurückblicken. Die Zahl seiner Greifswalder Siege hat er nicht gezählt, er komme immer wieder gern hierher. „Das Boddenschwimmen ist sehr familiär und hat seinen ganz eigenen Charme. Es ist zudem eine schöne Möglichkeit, die alte Heimat zu besuchen“, so der heutige Berliner, der sich zurzeit auf die World Masters Championships, die WM der Senioren, in Budapest vorbereitet.

Bei den Frauen setzte sich Livia Keusch vom USV TU Dresden mit einer Zeit von 46:28 Minuten durch. Damit steigerte sie ihr Ergebnis aus dem Vorjahr: 2016 hatte sich noch eine Teilnehmerin vor sie schieben können, diesmal reichte es zum überzeugenden Sieg. „Ich hatte gehofft, wieder eine Platzierung an der Spitze des Feldes zu erreichen, aber mit dem ersten Platz habe ich nicht gerechnet. Am Anfang war es ein ordentlicher Kampf gegen die Wellen, doch im zweiten Teil kam ich viel besser rein“, berichtet Keusch.

Bemerkenswert ist das Engagement, mit dem die Schwimmerin ihr Hobby betreibt. „Wir sind extra aus Dresden angereist, dann ging es ab ins Wasser“, erzählt Keusch von ihrem doppelten Kraftakt innerhalb und außerhalb des Wassers. Bereits seit ihrem fünften Lebensjahr ist sie in einem Schwimmverein aktiv und hat seitdem nie die Leidenschaft für ihren Sport verloren. Im Laufe des Tages ging es auch direkt wieder zurück in die Heimat.

Das Kinderschwimmen über 100 Meter gewann Mika Bergemann (Team Formsache-Wolgast/2:26 Minuten). Auf der 200-Meter-Distanz war Meike Fassbinder (4:32) erfolgreich. Peter Ledovski (beide PSV Stralsund) benötigte für die 500-Meter-Strecke eine Zeit von 9:06 Minuten.

Zufrieden zeigte sich Organisatorin Dietlind Behnke von der DLRG Ortsgruppe Greifswald. „Wir sind den über 70 Helfern sehr dankbar für ihre Unterstützung und freuen uns, dass alles so reibungslos geklappt hat“, betont Behnke. Jahr für Jahr ist sie für die Koordination zwischen den ehrenamtlichen Helfern der Greifswalder DLRG, des THW Greifswald, der Wasserwacht und der Feuerwehr zuständig.

Raphael Scheibler

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