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Freizeitbad führt Kurzzeittarif ein

Greifswald Freizeitbad führt Kurzzeittarif ein

Ab September zahlen Badelustige für anderthalb Stunden nur 5,90 Euro statt den vollen Tagespreis

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Lukas Bark (19) freut sich auf den Start morgen. Der Fachangestellte für Bäderbetriebe hat ausgelernt und wurde übernommen.

Quelle: Fotos: Peter Binder

Greifswald. Gute Nachrichten für alle Sparfüchse: Das Freizeitbad Greifswald führt einen seit Jahren von Schwimmsportlern geforderten Kurzzeittarif ein. Ab 1. September haben Besucher die Möglichkeit, für 5,90 Euro anderthalb Stunden baden zu gehen. Kinder zahlen 3,90 Euro. Den letzten Anstoß zu diesem neuen Angebot habe die OSTSEE-ZEITUNG gegeben. Junge Eltern beklagten in einem Beitrag die Preispolitik der Einrichtung. Für Kleinkinder sei ein Kurzaufenthalt ausreichend. Dafür aber den vollen Tagespreis zu zahlen, sei wenig familienfreundlich, monierten im April mehrere Väter und Mütter. „Dieser Kritik stellten wir uns. Wir hoffen jetzt natürlich, noch mehr Gäste ins Bad zu locken, insbesondere junge Familien mit kleinen Kindern, für die ein ganztägiger Aufenthalt noch nicht so lukrativ ist“, sagt Andreas Lexow, seit 1. Juli Geschäftsführer der Schwimmbad und Anlagen Greifswald GmbH, eines Unternehmens der Stadtwerke.

Mehr Gäste kann die Freizeiteinrichtung an der Pappelallee gut gebrauchen: Im vorigen Jahr ging deren Zahl auf 209000 zurück, das seien 5500 weniger als 2014. „Wir führen dies auf die viermonatige Schließung der Sauna zurück“, erklärt Lexow. Das Unternehmen hatte damals die Sanitäranlagen erneuert und Umbauten veranlasst, um den Bereich attraktiver zu gestalten. Laut Lexow mit Erfolg: „Seit der Neueröffnung im Oktober verzeichnen wir 32 Prozent mehr Besucher in der Sauna“, sagt er. Die Zahl der Saunagäste werde damit voraussichtlich von 10000 auf 15 000 pro Jahr ansteigen. Für das Unternehmen sind das gute Nachrichten. Denn mit der drastischen Erhöhung der Saunapreise (36 Prozent) im Sommer 2013 blieben Gäste weg. Mittlerweile müssen Freunde heißer Dämpfe 15 Euro, am Wochenende gar 16 Euro hinblättern.

Trotz gestiegener Preise fährt die Einrichtung Jahr für Jahr ein Defizit ein, muss im Unternehmensverbund der Stadtwerke quersubventioniert werden. Im vorigen Jahr habe das Minus bei 1,36 Millionen Euro gelegen, so Lexow. „Auch in diesem Jahr wollen wir unter 1,4 Millionen Euro bleiben“, sagt er. Noch vor drei, vier Jahren betrug der Fehlbetrag jeweils um die 1,7 Millionen Euro. An den anfallenden Kosten könne kaum gedreht werden, so der Geschäftsführer. Zudem weise der Bau nach 18 Jahren auch Verschleißerscheinungen auf, sodass hin und wieder in größerem Umfang investiert werden müsse (siehe rechts). Deshalb versuche das Unternehmen, mit neuen Angeboten weitere Zielgruppen zu interessieren. Ab September werde es zum Beispiel erstmals einen Kurs Aquayoga geben.

Preise im Freizeitbad

9,50 Euro kostet der Tagestarif für Erwachsene (Wochenende 10,50), Kinder (größer als 1m bis 15 Jahre) zahlen 6 bzw. 7 Euro. Ab 1.

September gibt es den Kurzzeittarif: 1,5 Stunden für 5,90 Euro (Wochenende 6,40), Kinder: 3,90 Euro. Bestand hat auch weiterhin der Happy-Freitag- Tarif: immer freitags ab 10 Uhr kann man 1,5 h für 5,50 Euro baden. Die Sauna kostet 15, am Wochenende 16 Euro.

Nach Großputz morgen wieder geöffnet

Pünktlich um 7 Uhr öffnet morgen nach dreiwöchiger Schließzeit wieder das Freizeitbad. Eine Ausnahme bildet die Sauna, die macht wegen Restarbeiten erst am 18.

August auf. Die traditionelle Grundreinigung des Hauses ist damit nahezu abgeschlossen.

Knapp 30 Firmen, überwiegend aus der Region, kamen seit Ferienbeginn zum Einsatz. „Wie in jedem Jahr wurde aus allen sechs Becken das Wasser abgelassen, Fliesen wurden geschrubbt, defekte Stellen erneuert“, berichtet Betriebsleiterin Kathrin Michaelis. Darüber hinaus seien Glasflächen geputzt, Türen repariert und technische Anlagen überprüft worden. „Die Kosten für sämtliche Wartungsarbeiten belaufen sich auf 80000 Euro“, sagt sie. Weitere 62000 Euro wurden allein für das Variobecken ausgegeben, in dem sich jetzt ein neuer Hubboden befindet. Dieser ermöglicht in dem 144 Quadratmeter großen Bassin unterschiedliche Wassertiefen. „Ein oder zwei Jahre hätte der alte Hubboden wohl auch noch seine Dienste verrichtet“, sagt Geschäftsführer Andreas Lexow. Allerdings hätte eine Prüfung ergeben, dass sich neben der üblichen Osmose (Bläschenbildung) auch kleine Risse auf der Oberfläche bemerkbar machten. „Wir wollten rechtzeitig handeln, bevor es zu Verletzungen kommt“, sagt er.

Investitionen dieser Größenordnung sind neben den Reinigungsarbeiten keine Seltenheit. Das Haus ist 18 Jahre alt, der Verschleiß normal. Im vorigen Sommer investierte das Unternehmen in eine neue Wasseraufbereitunganlage. Kosten: 73 000 Euro. Außerdem wurde für rund 50000 Euro ein maroder Dachbinder ausgewechselt. Zuvor mussten Freizeitbadbesucher monatelang mit einer Stützkonstruktion vorlieb nehmen. Und das war nicht der erste Dachschaden: Bereits im November 2010 schloss die Einrichtung für mehr als drei Monate wegen Sicherheitsmängel an den tragenden Holzbauteilen.

Die Dachschäden seien Geschichte, versichert Lexow. Ein Ingenieurbüro für Tragwerksplanung würde regelmäßig die Konstruktion begutachten, erklärt Michaelis hinzu. „Außerdem kommt alle drei Jahre auch ein Vermessungsbüro zum Einsatz, das das Gebäude auf eventuelle Verschiebungen untersucht“, fügt sie hinzu. Sicherheit und Sauberkeit hätten im Freizeitbad oberste Priorität. ph

Petra Hase

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