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„Das Thema Olympia begleitet uns die gesamte Saison“

„Das Thema Olympia begleitet uns die gesamte Saison“

Die deutschen Meister Malte Winkel und Matti Cipra segeln beim Weltcup in Japan und testen im Anschluss Tokios Revier für die Spiele 2020

Sie haben vor einer Woche die Segel- Saison mit dem Gewinn Ihres ersten deutschen Meistertitels in der 470er- Klasse beendet. Welchen Stellenwert hat der Sieg auf dem Bodensee?

Matti Cipra: Die deutsche Meisterschaft liegt im Vergleich zwar hinter Europa- und Welttitelkämpfen. Dennoch ist es für uns etwas Besonderes, wenn wir uns gegen die komplette nationale Konkurrenz durchsetzen. Und: Wer freut sich nicht, wenn er einen Titel gewinnt?

Wie haben Sie die Tage nach der Meisterschaft verbracht?

Wir hatten keine Pause und sind jetzt in Japan, wo der erste Weltcup der neuen Saison bevorsteht. Die Reise war ziemlich chaotisch. Unser Zug ist am vergangenen Donnerstag 50 Kilometer hinter Kiel vom Sturm gestoppt worden und auch den Flug haben wir verpasst. So sind wir dann einen Tag später als geplant in Japan angekommen.

Malte Winkel und Sie gelten als Kandidaten für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Ist das ein Ziel, das Sie jeden Tag auf dem Schirm haben?

Jetzt, wo wir in Japan sind, ist das Thema sicherlich sehr präsent. Ansonsten ist uns natürlich immer klar, dass alles, was wir tun, unserem Ziel dient. Der aktuelle Weltcup findet zwar in Gamagoro, 400 Kilometer von Tokio entfernt, statt. Aber wir werden im Anschluss ab dem 23. Oktober noch ein paar Tage auf dem Olympiarevier in Enoshima segeln. Wenn man schon mal in Japan ist, muss man diese Gelegenheit einfach nutzen. Das machen die anderen Nationen auch so.

Wie viele Tage im Jahr sind Sie auf dem Wasser?

In dieser Saison waren es rund 200. Da sind Tage mit Athletik- und Krafttraining noch nicht mit eingerechnet. Dazu kommen 60 bis 70 Wettkampf-Reisetage. Der Kalender ist ganz schon voll.

Wird sich das noch steigern, wenn die Spiele näher rücken?

Für 2019, dem Jahr vor Tokio, rechne ich mit ungefähr 230 bis 240 Segeltagen.

Bleibt da Zeit für Freunde und Familie?

Nicht sehr viel. Malte hat im Sommer geheiratet. Eine Seglerin, die auch international startet und wusste, worauf sie sich einlässt. Ich war sein Trauzeuge. Meine Freundin ist keine Sportlerin. Sie studiert in Kiel und jobbt, um das zu finanzieren. Für uns ist es nicht leicht, wochenlang voneinander getrennt zu sein.

Wer sind aktuell national Ihre schärfsten Kontrahenten?

In dieser Saison haben wir uns mit Simon Riesch und Philipp Autenrieth viele Duelle geliefert. Bei den wichtigen Rennen waren wir aber vor.

Nach Jahren ohne MV-Segler bei Olympia könnten mit Ihnen und der Warnemünderin Hannah Anderssohn mehrere die Quali packen. Gibt es Kontakt zwischen Ihnen?

Hannah trainiert wie wir am Olympiastützpunkt in Kiel. Natürlich bekommen wir es mit, wenn sie erfolgreich ist und freuen uns darüber ganz besonders, weil sie auch aus MV kommt. Ansonsten sind wir aber stark auf uns selbst fokussiert.

Wie ist Ihr Plan für den Weltcup?

Wir wollen bei den insgesamt vier Weltcups so weit wie möglich nach vorn und wären am Ende gern bestes deutsches Teams.

Interview: Christian Lüsch

OZ

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