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„Greif“ erstmals in Rostock aufgetakelt

Rostock/Greifswald „Greif“ erstmals in Rostock aufgetakelt

Hunderte Gäste bei großem Pierfest im Stadthafen / Greifswalds OB ebenfalls an der Warnow dabei

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Kapitän Wolfgang Fusch bestätigt: Die „Greif“ ist startklar für die Saison. 100 Helfer haben beim Auftakeln dafür gesorgt. Fotos (4): Ove Arscholl

Rostock/Greifswald. In 28 Metern Höhe auf einem Schiffsmast herumzuklettern, klingt für viele Menschen wohl recht todesmutig. Für einige Mitglieder des Fördervereins des der Hansestadt Greifswald gehörenden Rahseglers „Greif“ gehört das zur Arbeit mit dem Segelschulschiff einfach dazu. Am Sonnabend schauten hunderte Rostocker und Gäste der Hansestadt den mutigen Seemännern auf dem Pierfest zu, wie sie die Segel der „Greif“ per Hand lösten und damit den Saisonstart einläuteten. Die 1951 gebaute Schonerbrigg, die notgedrungen in Rostock überwinterte, wurde im Ausweichquartier zum Zuschauermagneten.

OZ-Bild

Hunderte Gäste bei großem Pierfest im Stadthafen / Greifswalds OB ebenfalls an der Warnow dabei

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Erster Törn in Richtung Greifswald:

Am 21. April verlässt die „Greif“ den Rostocker Stadthafen. Mitsegler sind an Bord herzlich willkommen.

„Ungefähr 100 Leute vom Verein haben zusammen mit der sechsköpfigen Stammbesatzung daran gearbeitet, die ,Greif‘ für die Saison startklar zu machen“, berichtet Kapitän Wolfgang Fusch von der harten Arbeit, die jedes Jahr in das Segelschulschiff gesteckt wird. Gut 4000 Meter Seile und Taue wurden dabei auf dem Schiff verarbeitet. „Alle Segel mit ihren insgesamt 550 Quadratmetern mussten angenäht werden“, ergänzt der Kapitän. Dafür hätte die Besatzung stundenlang auf dem Mast verbringen müssen. „Das ist so anstrengend, da spart man sich auf jeden Fall das Fitnessstudio“, meint Fusch.

Viele Helfer waren sogenannte Hand-für-Koje-Segler. Denn nicht nur die Besatzung und Vereinsmitglieder dürfen auf der „Greif“ für gewöhnlich mit anpacken. „Ich bezeichne uns auch gerne als ,fahrenden Kletterwald‘. Wer uns bucht, der kann auch helfen“, so Fusch. Damit dafür aber immer genügend erfahrene Frauen und Männer zur Seite stehen, startet die „Greif“ am 21. April mit ihren Ausbildungsfahrten in die Saison. Dann geht es zunächst in Richtung Greifswalder Bodden. „Ich bin bei diesem ersten Törn mit dabei“, erzählt Arnim Pohle, der gerade noch auf dem Mast beim Lösen der Segel geholfen hat. Der 55-Jährige ist seit einigen Jahren im Förderverein und kommt einmal im Jahr aus Halle, um auf der „Greif“ auszuhelfen. „Es ist einfach ein sehr schönes und schnelles Schiff“, erklärt Pohle seine Faszination für den Segler.

Zum großen Auftakeln ist auch Stefan Fassbinder (Grüne), Oberbürgermeister der Hansestadt Greifswald, an die Warnow gekommen. „Wir freuen uns natürlich darauf, dass die ,Greif‘ bald wieder auf die Ostsee hinausfahren kann und dann auch wieder ihre Heimatstadt Greifswald anläuft“, erklärt der OB bei seinem Besuch. Das Schiff musste in Rostock überwintern, weil der angestammte Liegeplatz an der Wiecker Südmole wegen des Sperrwerksbaus nicht zur Verfügung stand. „So bald wie möglich soll der Bereich zwischen den Tonnen vor den beiden Molenköpfen und dem Sperrwerk wieder auf das notwendige Maß ausgebaggert werden“, erklärte Betriebsleiter Volker Pesch vorige Woche.

Als Höhepunkt der Veranstaltung in Rostock lässt die Besatzung das neue Focksegel der „Greif“ hissen, das vom Berliner Unternehmen „50 Hertz“ gesponsert wurde — „im Wert eines Mittelklassewagens“, wie Wolfgang Fusch verrät.

Am 5. August geht es für den Traditionssegler dann von Greifwald aus zunächst nach Kopenhagen und dann wieder zurück in den Rostocker Stadthafen zur 26. Hanse Sail. „Wir sind das einzige Segelschiff, dass seit der ersten Sail in Rostock mit dabei ist“, berichtet der Kapitän. Das internationale Schifffahrtsevent sei deshalb in jedem Jahr Pflicht und der absolute Höhepunkt der Saison.

Von Nele Reiber

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