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Schlonski fährt zu den Spielen – als türkischer Nationaltrainer

Rostock Schlonski fährt zu den Spielen – als türkischer Nationaltrainer

Der ehemalige Laser- und Starbootsegler aus Rostock führte Cagla Dönertas zu Olympia nach Rio und wird sie dort betreuen / Ziel ist ein Platz unter den besten zehn

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Die 25-jährige Türkin Cagla Dönertas segelte im Laser bei der Warnemünder Woche auf Rang vier.

Quelle: Pepe Hartmann

Rostock. Alexander Schlonski hat während seiner Zeit als aktiver Laser- und Starboot-Segler lange von einer Teilnahme an Olympischen Spielen geträumt. In diesem Jahr wird dieser Traum wahr: Der 36-Jährige ist in Rio de Janeiro dabei, als Trainer.

„Im vergangenen Jahr bekam ich vom türkischen Segel-Verband das Angebot, die Laser-Seglerin Cagla Dönertas zu coachen“, erzählt Schlonski. Die 25-Jährige, deren Heimat-Segelklub Fenerbahce Istanbul ist, hatte damals gerade ihre erste Qualifikations-Chance für die Olympia-Teilnahme verpasst, als Schlonski übernahm.

Die Zusammenarbeit war erfolgreich: Dönertas qualifizierte sich dank des achten Platzes bei der Weltmeisterschaft für die Spiele. „Wir haben viel trainiert“, berichtet der Rostocker, der seit September vergangenen Jahres mit Dönertas und deren Trainingskollegin Ecem Güzel zu Trainingslagern und Wettkämpfen um die Welt reist. Florida, Mexico, Dubai, Brasilien, Mallorca, Gran Canaria und Oman sind nur einige der Ziele, die Schlonski und seine beiden Schützlinge ansteuerten.

An seiner Olympia-Athletin schätzt Sportwissenschaftler Schlonski vor allem ihren Ehrgeiz: „Im Training hängt sie sich wirklich immer voll rein“, meint der Coach. Er traut Dönertas bei den Wettfahrten auf dem Olympia-Revier einiges zu. „Wenn träumen erlaubt ist, denke ich an eine Medaille. Realistisches Ziel ist ein Platz unter den besten zehn.“ Rund 40 Laser-Seglerinnen werden bei der olympischen Regatta starten.

Bevor Schlonski und Dönertas Anfang August mit dem türkischen Olympia-Team von Istanbul Richtung Südamerika starten, steht ab heute noch ein Trainingslager in Kiel auf dem Vorbereitungsprogramm. In Rio hat das Team seit Ende 2015 insgesamt 14 Tage trainiert, um das Revier kennenzulernen. Vergleichsweise wenig, wenn man bedenkt, dass beispielsweise die US-Amerikaner innerhalb der vergangenen vier Jahre 340 Segeltage investierten, um vor Rio Besonderheiten wie Gezeiten-Strömung, Welle sowie Wind auf See und unter Land genau kennenzulernen.

Zeit für einen Urlaub mit seiner kleinen Familie – Lebensgefährin Johanna und Tochter Carla (4) – ist erst nach den Spielen Ende August. „Segeln wollen wir in diesem Jahr aber nicht“, verrät Schlonski lächelnd.

Er ist zuversichtlich, dass es nach Jahren ohne Olympia-Starter mit dem Segelsport in MV langsam wieder aufwärtsgehen kann. Schlonski verfolgt trotz seines Engagements für die Türkinnen die Karriere von Nachwuchshoffnungen wie Hannah Anderssohn, Paul Arp und Lennart Kuss sowie Max Schuberth und Silas Oettinghaus, zu denen er als Stadtjugendtrainer bis 2015 engen Kontakt hatte, interessiert:

„Natürlich schaue ich mir an, welche Ergebnisse sie bei Regatten erreichen. Wenn ich die Entwicklung von Hannah sehe, stimmt mich das sehr optimistisch“, sagt Schlonski. Bei den Spielen im Jahr 2020 wäre das größte Rostocker Talent gerade mal 20 Jahre alt.

Christian Lüsch

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