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Warnemünder Woche: Schlechtes Wetter, weniger Besucher – aber große Pläne für 2017

Warnemünde Warnemünder Woche: Schlechtes Wetter, weniger Besucher – aber große Pläne für 2017

Am Ende wurde es noch mal rasant, bunt und stimmgewaltig: Mit Shantys, traditionellen Trachten und Hunderten Sportlern beim Drachenboot-Rennen ist die 79. Warnemünder Woche zu Ende gegangen.

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Die Warnemünder Gruppe „Sing man tau“ mit Heide Mundo (r.) hat am Sonnabend das große Shantytreffen am Leuchtturm eröffnet.

Warnemünde. Am Ende wurde es noch mal rasant, bunt und stimmgewaltig: Mit Shantys, traditionellen Trachten und Hunderten Sportlern beim Drachenboot-Rennen ist die 79. Warnemünder Woche zu Ende gegangen. Das Fazit fällt gemischt aus: Während die Segler von einer der besten Regatta-Wochen seit Jahren sprechen, herrscht bei den Machern an Land Enttäuschung vor:

OZ-Bild

Am Ende wurde es noch mal rasant, bunt und stimmgewaltig: Mit Shantys, traditionellen Trachten und Hunderten Sportlern beim Drachenboot-Rennen ist die 79. Warnemünder Woche zu Ende gegangen.

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In diesem Jahr kamen nur knapp 450000 Besucher – gut ein Viertel weniger als im Vorjahr.

„Das Wetter war nicht so, wie wir es uns gewünscht haben“, sagt Jörg Bludau, Geschäftsführer der Veranstaltungsagentur KVS und „Chef“ der Festmeile am Strom und der Strandpromenade. „Wir hatten fast jeden Tag Regen.“ Mittwoch musste wegen Orkan „Renate“ sogar das komplette Programm an Land abgesagt werden, die Meile war größtenteils geschlossen. Die Urlauber seien zwar trotzdem gekommen und hätten auch bei Regen „ganz tapfer“ vor der Hauptbühne und im Mediengarten von OZ und NDR gefeiert, aber die Tagesgäste blieben größtenteils aus. „Alle Beteiligten haben aber dem Wetter getrotzt und ihr Bestes gegeben.“

Auch deshalb war die Warnemünder Woche 2016 erneut ein Millionen-Geschäft – „und einmal mehr ein tolles Aushängeschild für unser Seebad“, sagt Mathias Fromm, Tourismuschef der Hansestadt. „Handel und Gastronomie profitieren enorm.“ Wie viel Geld die Besucher genau in Rostocker Kassen spülen, kann Fromm nicht beziffern. Fachleute rechnen jedoch damit, dass jeder Gast im Schnitt um die 24 Euro pro Tag ausgibt. Selbst bei nur 450000 Besuchern dürfte die Segelwoche der Wirtschaft einen Umsatz von mehr als zehn Millionen Euro beschert haben.

Kein Wenn und Aber gibt es bei den Seglern: Selbst Orkan „Renate“ kann die Bilanz nicht trüben. „Das Unwetter hatte sich den ,besten‘ Tag ausgesucht“, so Warnemünder Woche-Sprecherin Gesine Schuer.

Denn der Sturm kam Mittwoch, nur die Regatta der Folkeboote mit nicht mal 100 Teilnehmern fiel aus. „Hätte der Orkan uns am Wochenende erreicht, wäre das schlimmer. Dann hätte es 600 Segler betroffen“, so Schuer. Noch erfreulicher: „Unser neues Konzept an Land ist aufgegangen“, urteilt Schuer. Weil auf der Mittelmole der Platz knapp ist, sind viele Segel-Klassen nach Hohe Düne umgezogen. „Die Aufteilung hat gut funktioniert, die Lage auf der Mittelmole war entspannt.“

Peter Ramcke, der neue Wettfahrtleiter, bezeichnet die Warnemünder Woche als „Diamanten“: „An den richtigen Stellen ist er schon geschliffen worden. Wir müssen ihn nur noch polieren.“ Soll heißen:

„Ab 2017 wollen wir die Segelwoche weiter entwickeln.“ Ramcke mahnt allerdings vor „Größenwahn“ und „kommerziellen Interessen“. „Wir haben hier das beste Segelrevier. Es muss um Qualität an Land und auf dem Wasser gehen.“ Die Mittelmole müsse das Herzstück der Warnemünder Woche bleiben. „Hohe Düne ist aber eine tolle Ergänzung.“ Neben den Höhepunkten – der Europameisterschaft der 505er und dem Europacup der Laser – will Ramcke 2017 eine dritte Hochsee-Regatta ins Programm aufnehmen.

Vize-Oberbürgermeister Chris Müller (SPD) fordert, dass sich alle Beteiligten schnellstmöglich zu einem „runden Tisch“ zusammenfinden – um die Querelen der vergangenen Monate auszuräumen. Außerdem:

Die Landesregierung hat fünf Millionen Euro für die Sanierung und Modernisierung des Segelzentrums Mittelmole in Aussicht gestellt. „Damit können wir nicht alle Wünsche erfüllen, aber wir können größer denken als bisher. Es wird sich lohnen, die Warnemünder Woche weiterzuentwickeln.“

Andreas Meyer

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