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Olympiasiegerin Maze beendet ihre Ski-Karriere

Abschied in Maribor Olympiasiegerin Maze beendet ihre Ski-Karriere

In Maribor vor heimischem Publikum soll es einen würdigen und großen Abschied geben: Tina Maze beendet ihre Karriere als Skirennfahrerin. Die 33-Jährige hat in ihrer Karriere alles gewonnen - und bleibt dem Weltcup weiter erhalten.

Sölden. Mit dem 401. Weltcup-Rennen beendet Skirennfahrerin Tina Maze ihre ruhmreiche Karriere - allerdings erst im Januar. In Maribor will sich die Slowenin vor heimischem Publikum gebührend verabschieden.

„Ich hatte keine Zeit, keine Energie daran zu denken, dass das mein letztes Rennen sein könnte“, sagte Maze bei einem emotionalen Auftritt in einem völlig überfüllten Konferenzraum in Sölden über ihren bislang letzten Auftritt 2015 in Meribel. „Ich möchte meinen Freunden, meiner Familie einen letzten Auftritt schenken.“ Sie wolle dabei in Wettkampfform antreten.

100 Prozent sicher ist der Abschied am 8. Januar in Maribor allerdings noch nicht, dazu müssen noch Details geklärt werden. In Sölden verabschiedete sich Maze von all ihren Helfern, darunter auch Viktoria Rebensburgs neuem Servicemann Andrea Vianello. Dem Weltcup will sie zukünftig als TV-Expertin erhalten bleiben. „Ich fühle keine Notwendigkeit mehr, auf diesem Niveau anzutreten“, sagte sie.

Ihr 400. und bislang letztes Weltcup-Rennen fuhr Maze beim Weltcup-Finale in Meribel im März 2015. Durch Rang drei im abschließenden Riesenslalom verpasste sie damals ihren zweiten Triumph im Gesamtweltcup mit 22 Punkten Rückstand auf Anna Veith. Auch für die damals noch als Anna Fenninger startende Veith war es das letzte Rennen für lange Zeit - vor etwa einem Jahr verletzte sie sich schwer am Knie und arbeitet noch immer an ihrem Comeback.

Die schon ihre ganze Karriere als launisch beschriebene Maze wirkte in Frankreich kraftlos und kündigte danach eine Auszeit an. „Nach 16 langen und erfolgreichen Saisons, in denen ich in allen Disziplinen aktiv war, spüre ich, dass mein Körper und mein Kopf eine längere Pause brauchen als üblich“, begründete sie damals den Schritt.

Wenige Monate zuvor hatte die Allrounderin bei den Weltmeisterschaften in Vail und Beaver Creek mit zweimal Gold und einmal Silber ihre WM-Medaillen sieben, acht und neun eingesammelt. Insgesamt war Maze in ihrer Karriere vier Mal Weltmeisterin, Doppel-Olympiasiegerin in Sotschi und holte 2013 neben dem Gesamtweltcup auch die Kristallkugel im Riesenslalom.

Die Saison vor vier Jahren war die beeindruckendste ihrer Karriere. In dem Rekord-Winter gelangen Maze Siege in allen fünf Weltcup-Disziplinen. Zudem sammelte sie insgesamt 2414 Punkte - so viele wie kein Mann und keine Frau vor ihr. Hermann Maiers damals 13 Jahre alte Bestmarke aus der Saison 2000 lag bei exakt 2000 Punkten.

dpa

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