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Wellinger nach Aufholjagd Dritter bei Skisprung-Weltcup

WM-Generalprobe in Südkorea Wellinger nach Aufholjagd Dritter bei Skisprung-Weltcup

Andreas Wellinger sorgt auch beim letzten Skisprung-Weltcup vor der WM für Furore. Dem 21-Jährigen gelingt in Pyeongchang das seltene Kunststück, nach einem verkorksten ersten Sprung noch das Podium zu erklimmen. Die Freude über den Coup ist entsprechend groß.

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Andreas Wellinger macht bei der WM-Generalprobe eine gute Figur.

Quelle: Lee Jin-Man

Pyeongchang. Nach der imposantesten Aufholjagd seiner Karriere stieg Andreas Wellinger mit einem breiten Grinsen zum achten Mal in dieser Saison auf das Weltcup-Podest.

Mit dem sensationellen Durchmarsch vom 16. auf den dritten Rang sorgte Deutschlands Skisprung-Ass für das Highlight bei der stürmischen WM-Generalprobe in Pyeongchang und untermauerte eindrucksvoll seine Medaillenambitionen für die Welttitelkämpfe vom 22. Februar bis 5. März in Lahti. „Ich habe eine geile Skisprung-Form und gezeigt, dass ich gut drauf bin“, sagte Wellinger.

Nach Sprüngen auf 99 und 112 Meter musste der 21-Jährige nur dem Polen Maciej Kot, der sich mit Weiten von 108,5 und 110,5 Meter durchsetzte, und Stefan Kraft den Vortritt lassen. Der Österreicher hatte in der Qualifikation mit 113,5 Metern einen Schanzenrekord aufgestellt. „Super, dass es für uns mit einem Happy End ausgegangen ist. Daran habe ich nicht mehr geglaubt“, jubelte Bundestrainer Werner Schuster.

Wegen zu starken Windes war der Wettbewerb von der Großschanze auf den kleinen Olympia-Bakken verlegt worden. Bei teilweise heftigen Böen und wechselnden Bedingungen hatte Wellinger im ersten Versuch Pech und lag abgeschlagen auf Rang 16. „Danach war ich kurzzeitig schlecht drauf“, berichtete der Team-Olympiasieger.

Doch dann katapultierte er sich im Finale ganz weit hinunter und im Klassement noch um 13 Plätze nach vorn. „Dass es so ausgeht, hätte ich nie geglaubt. In Engelberg bin ich mal von Rang elf auf zwei gesprungen. Aber von Platz 16 aufs Treppchen - das ist wieder ein neues Erlebnis für mich“, erklärte Wellinger staunend.

Er fährt nun mit großem Selbstvertrauen zur WM. Eine Favoritenrolle im Medaillenkampf schob Wellinger trotz seiner beeindruckenden Erfolgsserie - seit Mitte Januar stand er bei acht von zehn Einzel-Weltcups auf dem Podium - aber von sich. „Das Feld ist extrem nah beieinander. Da muss man sich erst einmal durchsetzen“, sagte die deutsche Nummer eins.

Bei der WM zuschauen muss neben dem am Kreuzband operierten Titelverteidiger Severin Freund auch Team-Olympiasieger Andreas Wank, obwohl er als Neunter mit 102 und 103 Metern erstmals in diesem Winter in die Top Ten sprang. Die letzten beiden Tickets für die Titelkämpfe in Lahti vergab Schuster an Stephan Leyhe, der Zwölfter wurde, und Karl Geiger (25.). „Sie haben im Saisonverlauf die besseren Leistungen angeboten“, begründete der Bundestrainer die Entscheidung.

Der in Pyeongchang pausierende Markus Eisenbichler und Richard Freitag, der am Donnerstag wegen eines grippalen Infekts auf einen Start verzichten musste, komplettieren das deutsche WM-Quintett. „Wir haben die Symptome zwei Tage mit Medikamenten gelindert. Aber in diesem Zustand war für ihn nichts zu gewinnen und nächste Woche beginnt die WM“, erklärte Schuster den Startverzicht des Mixed-Weltmeisters von 2015. Den Titelkämpfen sieht der Coach optimistisch entgegen: „Wir sind ganz gut aufgestellt.“

dpa

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