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Bundestrainer Koslowski baut neues Nationalteam auf

Ningbo/Rostock Bundestrainer Koslowski baut neues Nationalteam auf

Schweriner muss beim Grand Prix auf viele Stützen verzichten / Auftaktspiel klar verloren

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Vier Spielerinnen aus der verjüngten Volleyball-Nationalmannschaft: Jennifer Pettke (Wiesbaden), Marie Schölzel (Schwerin), Wiebke Sielge (Potsdam) und Leonie Schwertmann (Münster/v.l.), hier beim Auswahl-Lehrgang in Schwerin mit Co-Trainer Manuel Hartmann.

Quelle: Fotos: Cornelius Kettler

Ningbo/Rostock. Vor dem Auftakt ihrer Grand-Prix-Welttournee gingen die deutschen Volleyballerinnen in der chinesischen Küstenstadt Ningbo noch auf Erkundungstour. Mit Sightseeing und Andenken kaufen darf sich die Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski aber nicht lange aufhalten. Es ist der Sommer des Umbruchs im Nationalteam – und Koslowski braucht da ganz besonders viel Ausdauer.

OZ-Bild

Schweriner muss beim Grand Prix auf viele Stützen verzichten / Auftaktspiel klar verloren

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Mehr als 31 000 Kilometer zwischen Ningbo, Long Beach in den USA und Hongkong wird der Bundestrainer mit seiner Mannschaft auf ihrer Grand-Prix-Tour zurücklegen. Während dieser kräftezehrenden ersten Etappen, die gestern begannen und am 26. Juni enden, will der erst 32 Jahre alte Coach einen Neuaufbau bewältigen. Nach dem schmerzhaften Aus für Olympia legt Spielführerin Margareta Kozuch wie manch andere erfahrene Kraft eine Pause ein; Christiane Fürst hat endgültig ihre Karriere im Nationalteam beendet.

„Es werden viele junge Spielerinnen die Möglichkeit bekommen, sich zu zeigen“, hatte Koslowski schon vor dem Start der Vorbereitung vor knapp fünf Wochen in Schwerin angekündigt. „Nach der verpassten Olympia-Qualifikation haben fast alle Stammspielerinnen aufgehört oder zumindest nach einer Pause gefragt. Das kann ich nachvollziehen, weil viele von ihnen fast acht, neun Jahre dieses Programm gemacht haben“, sagte der langjährige DVV-Assistenzcoach Koslowski, der in Personalunion weiter den Schweriner SC in der Bundesliga trainiert.

Kozuch, Maren Brinker, Kathleen Weiß, Mareen Apitz – sie alle baten um Auszeiten. Heike Beier, Corina Ssuschke-Voigt und Fürst machten indes den Weg für jüngere Kräfte frei. „Es ist Zeit für eine neue Generation von Mittelblockerinnen“, sagte etwa Ssuschke- Voigt, die für die letztlich verpatzte Olympia-Qualifikation im Januar noch einmal ihr Comeback gegeben hatte.

Koslowski hatte bei dem entscheidenden Turnier in der Türkei zusammen mit Andreas Vollmer vom USC Münster zunächst interimsmäßig den EM-Zweiten von 2013 betreut, dabei aber die Mannschaft bis an ihr Leistungslimit gebracht. Rio wurde dennoch verpasst. Der Schmerz sitzt tief.

Debütantinnen wie Annegret Hölzig oder Sophie Dreblow (beide SC Potsdam) sollen nun beim Grand Prix ins Team finden. Damit soll für künftige K.o.-Duelle und Medaillenkämpfe eine breitere Basis an international erprobten Volleyballerinnen geschaffen werden. Denise Hanke vom Schweriner SC und vor allem Teamkapitänin Lenka Dürr, die mit 25 Jahren die erfahrenste Spielerin ist, sind nun die Führungsspielerinnen.

„Wir werden im Grand Prix der krasse Außenseiter sein. Alle Mannschaften werden sich auf Olympia vorbereiten, und wir kommen mit einer jungen Truppe, von der einige eventuell noch nie Länderspiele gemacht haben“, sagte Koslowski und macht sich mit Blick auf Gegnerinnen wie die USA, Türkei oder die Niederlande keine Illusionen.

Schon im ersten Match zahlte sein Team Lehrgeld. Gegen Weltmeister USA unterlag die junge Mannschaft gestern klar mit 0:3 (16:25, 17:25, 12:25). „Man muss schon sagen, dass es eine Lektion war“, sagte Koslowski: „Der größte Unterschied war die Abwehr, dort waren sie viel besser als wir. Es war unglaublich schwer, Bälle auf den Boden zu bekommen.“

Schon vor Turnierbeginn hatte der Coach die Erwartungen bewusst gedämpft: „Wir werden darum kämpfen müssen, nicht aus der ersten Gruppe abzusteigen. Sollten wir das schaffen, wäre das schon ein großer Erfolg für uns.“

Ergebnisse

Grand Prix, Frauen, Vorrunde, Pool A: Deutschland - USA 0:3 (15:25, 17:25, 12:25), China - Thailand 3:0.

Tabelle: 1. USA und China beide 1 Spiel/3:0 Sätze/3 Punkte, 3. Deutschland und Thailand beide 1/0:3/0.

Die nächsten deutschen Spiele: heute (13.30 Uhr): Deutschland - China; Sonntag (9.00 Uhr): Deutschland - Thailand.

Pool B: Brasilien - Italien 3:1, Japan - Serbien 3:0.

Pool C: Türkei - Belgien (16.40).

Martin Moravec

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