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Geerties: Wir hatten Panik

Stuttgart Geerties: Wir hatten Panik

Volleyball-Erstligist Schweriner SC muss nach 0:3 gegen Stuttgart ins Entscheidungsspiel. Mannschaft war Auswärtsaufgabe nicht gewachsen.

Stuttgart. Das hatten sich die Volleyballerinnen vom Schweriner SC völlig anders vorgestellt. Durch die 0:3 (17:25, 20:25, 21:25)-Niederlage im zweiten Meisterschafts-Halbfinale haben die Mecklenburgerinnen den Einzug ins Endspiel vorerst verpasst.

Dabei war die Zuversicht nach dem souveränen 3:0-Heimerfolg in der Vorwoche vor dem zweiten Aufeinandertreffen mit Allianz MTV Stuttgart riesengroß. „Wenn wir so spielen wie im Hinspiel, ist auch in Stuttgart ein Sieg drin“, glaubte Jennifer Geerties noch vor der Partie. Danach war die Außenangreiferin total frustriert. „Wir haben Fehler ohne Ende gemacht und dann Panik bekommen“, meinte die 22-jährige Nationalspielerin, während ihre Mitspielerinnen mit hängenden Köpfen auf dem Hallenboden saßen.

„Wir haben zu keinem Zeitpunkt das umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten. Dabei haben wir wirklich alles probiert, am Ende sogar mit Gewalt“, berichtete Denise Hanke.

Wer nach dem verlorenen ersten Satz an einen Ausrutscher glaubte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Denn Schwerin kam nicht in Fahrt. Das lag vor allem daran, dass die Gastgeberinnen wild entschlossen um jeden Punkt kämpften. Angetrieben von mehr als 2000 Zuschauern in der fast ausverkauften Scharrena gelang den Gastgeberinnen nahezu alles. Der SSC konnte hingegen machen, was er wollte: Stuttgart hatte immer eine Antwort — und in einigen Situationen auch den Schiedsrichter auf seiner Seite. Doch der war nicht schuld daran, dass auch der zweite Durchgang klar an die Gastgeberinnen ging.

Beim SSC stimmte fast nichts. Vor allem an der Abstimmung haperte es, nachdem die hart und präzise geschlagenen Angaben der Stuttgarterinnen über den SSC- Spielerinnen niedergingen. Trainer Koslowski versuchte alles: Er redete in den Auszeiten auf seine Spielerinnen ein, er wechselte ein und wieder aus. Er versuchte gesten- und wortreich, den Schiedsrichter nach zweifelhaften Entscheidungen zu sensibilisieren — alles blieb wirkungslos. Der zehnfache deutsche Meister konnte nie sein eigenes Spiel aufziehen. Anstatt zu dominieren, wurde dem SSC das Stuttgarter Spiel aufgedrückt — es war ein ganz bitteres Erlebnis. Vor allem auch für Jennifer Geerties und Tabitha Love, die weit unter ihren Möglichkeiten blieben. Die Kanadierin, im ersten Spiel in Block- und Angriffsspiel Spitze, machte diesmal deutlich weniger Punkte.

Der Wille der Mecklenburgerinnen, nach drei Jahren endlich mal wieder ein Meisterschaftsfinale zu erreichen, war trotz der Schlappe ungebrochen. „Wir wissen, dass wir es besser können und wir wollen es vor unseren Fans am Mittwoch besser machen“, gab sich Janine Völker kurz vor der Heimreise gewohnt kämpferisch. Während der achteinhalbstündigen Busfahrt hatte das Team ausreichend Zeit, die Schmach zu verarbeiten, abzuhaken und sich Gedanken über das Entscheidungsspiel (Mittwoch, 19.00 Uhr, Palmberg Arena) zu machen.

Von Christian Lüsch

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