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Schweriner SC kann Orient-Express nicht stoppen

Schwerin Schweriner SC kann Orient-Express nicht stoppen

Anja Brandt konnte trotz der bitteren Heimniederlage noch lachen. „Galatasaray hat super schnell gespielt.

Schwerin. Anja Brandt konnte trotz der bitteren Heimniederlage noch lachen. „Galatasaray hat super schnell gespielt. Das hat uns ein bisschen überrascht“, sagte die Volleyball-Nationalspielerin vom Schweriner SC. Ihr Team unterlag gestern Abend im Halbfinal-Hinspiel des europäischen CEV-Cups Galatasaray Istanbul mit 0:3 (10:25, 23:25, 19:25).

 

OZ-Bild

SSC-Kapitänin Lousi Souza Ziegler beim Angriff. Die Blockerin von Galatasaray ist zur Stelle.

Quelle: C. Kettler

Das war ein anderes Niveau als wir es aus der Bundesliga gewohnt sind.“

Felix Koslowski (31), Trainer der Volley- ballerinnen vom Schweriner SC, nach dem Europapokal-Hinspiel gegen Istanbul

Trainer Felix Koslowski zeigte sich nach der beeindruckenden Lehrstunde für seine Mannschaft als fairer Verlierer: „Das war ein anderes Niveau als wir es aus der Bundesliga gewohnt sind“, sagte der 31-Jährige. „Mein Team hat eine Weile gebraucht, um sich darauf einstellen zu können.“

Die Schwerinerinnen begannen extrem nervös und lagen schnell mit 0:3 hinten. Koslowski reagierte mit taktischen Auszeiten, doch mehr Sicherheit brachten auch seine leidenschaftlichen Ansprachen nicht. Der SSC fand gegen die Türkinnen zunächst überhaupt kein Rezept. Selbst gegen die wuchtigen Angriffsschläge der kanadischen Nationalspielerin Tabitha Love war der Galatasaray-Block ein ums andere Mal zur Stelle.

Während die Gäste in Angriff und Abwehr nahezu fehlerfrei agierten, lief es beim SSC nicht rund — mal fehlte die Abstimmung, dann die Aufmerksamkeit. So verwandelte „Gala“ nach nur 23 Minuten den ersten Satzball zum 25:10.

Im zweiten Durchgang bot sich den SSC-Fans zunächst das gleiche Bild: Die Türkinnen waren bis zum 16:9 das klar dominierende Team. Die SSC-Damen kämpften, doch ihnen fehlte auch das nötige Glück. Auf der einen Seite ging ein Block von Anja Brandt knapp ins Aus, auf der anderen Seite wurde ein Angriffsball des Gäste-Sechsers trotz heftiger Proteste als Punkt gegeben. Hinzu kam eine nahezu chronische Angabeschwäche der Gastgeberinnen. Gleich fünf SSC-Spielerinnen patzten bei der Spieleröffnung.

Doch die Landeshauptstädterinnen fanden über den Kampf ins Spiel zurück, starteten eine furiose Aufholjagd. Spätestens beim 14:16 war Schwerin endlich in der Partie angekommen. Und es wurde noch besser. Beim Ausgleich zum 19:19 war alles wieder offen, beim 21:20 die erste Führung perfekt. Die mehr als 2000 Zuschauer in der ausverkauften Palmberg-Arena waren begeistert. Doch die Türkinnen, die von 30 Galatasaray-Ultras — allesamt Männer — angefeuert wurden, hatten das bessere Ende abermals für sich.

Im dritten Durchgang war der SSC wieder dicht dran, trotz 17:20-Rückstands noch alles drin. Doch Galatasary ließ sich die Chance nicht nehmen. Auch wenn der SSC zwei Matchbälle abwehren konnte — nach 82 Minuten war der Orient-Express am Ziel.

Dem SSC hilft beim Rückspiel am Samstag in der Metropole am Bosporus nur noch ein Volleyball-Wunder. „Es wird sehr, sehr schwer, aber es ist dennoch möglich“, gab sich Anja Brandt kämpferisch.

Von Christian Lüsch und Stefan Ehlers

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