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Nachrichten Steinbrück fängt an
Nachrichten Steinbrück fängt an
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00:00 31.08.2013

4 Fernsehsender übertragen das Kanzler-Duell am Sonntagabend ab 20.30 Uhr: die ARD, das ZDF, RTL und ProSieben. Jeder Sender stellt dabei einen Moderator (s. links). Auch Phoenix sendet live.

Das Studio in Berlin-Adlershof bietet 635 Quadratmeter schwimmbadblaue Nüchternheit, zwei Pulte, zwei Moderatorentische (jeweils zwei Frager müssen sich einen Tisch teilen). Angela Merkel steht links, Peer Steinbrück rechts. Die Pulte sind mechanisch höhenverstellbar. Außer den sechs Mitwirkenden, den Kameraleuten und Technikern ist keiner im Studio zugelassen. Die Kandidaten haben keine Sonderwünsche für das Ambiente im Duell-Vertrag geäußert, „nichts über Lichtwinkel, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit“, sagte Peter Koeppel. Nur eine „sachliche Atmosphäre“ und „beschränkte optische Reize“.

Alles ist bis ins Kleinste geregelt, auch die Anfahrt: Peer Steinbrück wird gegen 19.15 Uhr vor dem Studio vorfahren, Angela Merkel folgt wenig später. Steinbrück darf zuerst reden, die Kanzlerin hat das Schlusswort. Beide stehen nebeneinander, blicken in Richtung der Moderatoren. Wie kann dann eine Duell-Stimmung aufkommen? „Durch eine leichte Drehung von 15 Grad können sie sich auch anschauen“, sagte Kloeppel mit feinem Humor.

5 Themenblöcke haben die Moderatoren vereinbart, jeder wird damit ungefähr 20 Minuten beanspruchen. Die Eingangsfrage zu jedem Thema wird für beide Duellanten gleich. In Verlegenheit bringen kann man Merkel und Steinbrück kaum: Seit einer Woche sind ihnen die Themen bekannt. Offiziell ist Stillschweigen bis Sonntagabend vereinbart. Und überraschen können die Themen auch nicht: Arbeit und Soziales, Finanzen, Sicherheit, Aktuelles (Syrien) werden angesprochen.

90 Sekunden darf eine Antwort maximal dauern, Nachfragen sind erlaubt. Alle 15 Minuten wird die Redezeit der Kontrahenten eingeblendet, das soll sich am Ende möglichst ausgleichen. Die Schluss-Statements von Steinbrück und Merkel sollen auch nur anderthalb Minuten dauern.

800 Journalisten und Gäste werden sich im Studio G um Bars und Arbeitsplätze drängeln. Auf der Gästeliste der CDU stehen unter anderem der Fußballer Christoph Metzelder, die Schauspielerin Uschi Glas und Marusha (DJ). Die SPD hat die Musikerin Annette Humpe, die Fernseh-Psychologin Katharina Saalfrank und Sebastian Krumbiegel von den „Prinzen“ eingeladen.

OZ