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13 deutschsprachige Träger des Literaturnobelpreises

Auszeichnung 13 deutschsprachige Träger des Literaturnobelpreises

Der Nobelpreis für Literatur ist bisher dreizehn Mal in den deutschsprachigen Raum gegangen. 2009 - Herta Müller (geb.

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Herta Müller erhielt 2009 den Literaturnobelpreis.

Quelle: Arno Burgi

Stockholm. Der Nobelpreis für Literatur ist bisher dreizehn Mal in den deutschsprachigen Raum gegangen.

2009 - Herta Müller (geb. 1957), für eine Schriftstellerin, „die mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit zeichnet“. Bekannteste Werke: „Atemschaukel“ (Roman), „Der König verneigt sich und tötet“ (Essays) und „Herztier“ (Roman).

2004 - Elfriede Jelinek (geb. 1946, Österreich), „für den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen“ und ihre „sprachliche Leidenschaft“. Bekannteste Werke: „Die Klavierspielerin“ (Roman), „Lust (Roman) sowie das Theaterstück „Raststätte oder Sie machen's alle“.

1999 - Günter Grass (1927-2015), „weil er in munter schwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat“. Bekannteste Romane: „Die Blechtrommel“, „Hundejahre“, „Die Rättin“ und „Der Butt“.

1981 - Elias Canetti (1905 - 1994, Großbritannien), deutschsprachiger Schriftsteller von Werken wie „Die Blendung“, lebte in Großbritannien und in der Schweiz. Die Schwedische Akademie würdigte sein „schriftstellerisches Werk, geprägt von Weitblick, Ideenreichtum und künstlerischer Kraft“.

1972 - Heinrich Böll (1917 - 1985), („Ansichten eines Clowns“, „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“), für eine Dichtung, „die durch ihre Verbindung von zeitgeschichtlichem Weitblick und liebevoller Gestaltungskraft erneuernd in der deutschen Literatur gewirkt hat“.

1966 - Nelly Sachs (1891 - 1970, Schweden), vor den Nazis nach Schweden geflohene deutsche Jüdin, für ihre „hervorragenden lyrischen und dramatischen Werke, die das Schicksal Israels mit ergreifender Stärke interpretieren“.

1946 - Hermann Hesse (1877 - 1962, Schweiz), in Deutschland geboren, mit Werken wie „Demian“, „Steppenwolf“ und „Das Glasperlenspiel“ hervorgetretener Lyriker und Erzähler für eine „inspirierte Verfasserschaft, die (...) neben Kühnheit und Tiefe zugleich klassische Humanitätsideale und hohe Stilwerte vertritt“.

1929 - Thomas Mann (1875 - 1955), für seinen zu einem klassischen Werk zeitgenössischer Literatur gewordenen großen Roman „Die Buddenbrooks“.

1919 - Carl Friedrich Georg Spitteler (1845 - 1924, Schweiz), „in Würdigung besonders seines machtvollen Epos „Olympischer Frühling“, verliehen 1920.

1912 - Gerhart Hauptmann (1862 - 1946), als einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Naturalismus („Die Weber“) für seine „reiche, vielseitige, hervorragende Wirksamkeit auf dem Gebiet der dramatischen Dichtung“.

1910 - Paul Heyse (1830 - 1914), für „seine von Idealismus durchdrungene, vollendete Kunst“, die er „als Lyriker, Dramatiker, Romanschriftsteller und Dichter von weltberühmten Novellen an den Tag gelegt hat“.

1908 - Rudolf Eucken (1846 - 1926), Philosoph, für eine in zahlreichen seiner Werke vertretene ideale Weltanschauung. In seinem in viele Sprachen übersetzten literarischen Werk entwickelte Eucken eine „schöpferischer Aktivismus“ genannte Lebensphilosophie.

1902 - Theodor Mommsen (1817 - 1903), Historiker, für das 1854 begonnene Monumentalwerk „Römische Geschichte“, das als Meisterwerk der Historiographie gilt.

dpa

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