Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Armut trifft in Westdeutschland immer mehr Menschen

Bremen ist Schlusslicht Armut trifft in Westdeutschland immer mehr Menschen

In Deutschland fängt Armut bei 942 Euro im Monat für einen Single an. Mehr als jeder siebte Einwohner ist betroffen. Im Westen hat das Armutsrisiko zugenommen - in den neuen Bundesländern sieht es anders aus.

Voriger Artikel
Polizei: Syrischer Kriegsflüchtling plante Terroranschlag
Nächster Artikel
Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen gegen Syrer nicht

Ein Obdachloser schläft in einer Fußgängerzone in Dortmund. In den alten Bundesländern sind mehr Menschen von Armut bedroht als vor zehn Jahren.

Quelle: Jan-Philipp Strobel/archiv

Wiesbaden. Von Armut sind im Westen Deutschlands mehr Menschen bedroht als vor zehn Jahren. Im Osten ist die sogenannte Armutsgefährdungsquote dagegen gesunken - allerdings auf höherem Niveau und mit Ausnahme von Berlin.

In ganz Deutschland galt 2015 mehr als jeder Siebte (15,7 Prozent) als arm, ein Prozentpunkt mehr als 2005, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

In den alten Bundesländern waren insgesamt 14,7 Prozent der Menschen von Armut und Ausgrenzung betroffen - das waren 1,5 Punkte mehr als 2005. In den neuen Bundesländern - mit Berlin - sank die Quote im gleichen Zeitraum um 0,7 Prozentpunkte auf 19,7 Prozent, traf also noch immer fast jeden Fünften.

In der Hauptstadt stieg die Quote jedoch um 2,7 Prozentpunkte auf 22,4 Prozent. Am schlechtesten schnitt allerdings Bremen ab, wo fast jeder Vierte (24,8 Prozent) als arm gilt. Den drittschlechtesten Platz nach Bremen und Berlin belegt Mecklenburg-Vorpommern (21,7 Prozent).

Den stärksten Anstieg des Armutsrisikos verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Zehn-Jahres-Vergleich mit 3,1 Prozentpunkten auf 17,5 Prozent. Überdurchschnittlich hoch war er auch in Berlin (plus 2,7 Punkte) und Bremen (plus 2,5 Punkte). Der Rückgang war am stärksten in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern (je 2,4 Punkte minus).

Von Armut bedroht gilt nach dieser Statistik, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens im Bundesdurchschnitt zur Verfügung hat. Die Erhebung basiert auf der jährlichen Volksbefragung Mikrozensus.

In Bayern (11,6 Prozent) und Baden-Württemberg (11,8 Prozent) ist dagegen gut jeder Zehnte von Armut bedroht. Auf Platz drei rangiert Hessen (14,4 Prozent).

Hamburg ist das einzige westliche Bundesland, in dem nicht mehr Menschen von Armut bedroht sind als 2005. Der Anteil betrug in beiden Jahren 15,7 Prozent und liegt damit exakt auf dem aktuellen Bundesdurchschnitt von 2015. Zwischendurch war er allerdings gesunken auf 13,1 Prozent im Jahr 2008.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Niepars
Das Kinderdorf ist ein Vorzeige-Beispiel der Kinder- und Jugendarbeit im Amt Niepars.

Kreisdiakonisches Werk als Träger der Jugend-Projekte hat Antrag auf eine Personalförderung aus dem Europäischen Sozialfonds gestellt

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Thema des Tages
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.