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BUND: „Kardinalfehler“ beim Brückenschlag

Schwerin BUND: „Kardinalfehler“ beim Brückenschlag

Beim Brückenschlag über die Trebel habe das Landesamt für Straßenbau und Verkehr „einen Kardinalfehler“ begangen, kritisiert die Landeschefin des BUND, Corinna Cwielag.

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Sumpfiges Gelände, Morast und viel Wasser an der Trebeltalbrücke

Schwerin. Beim Brückenschlag über die Trebel habe das Landesamt für Straßenbau und Verkehr „einen Kardinalfehler“ begangen, kritisiert die Landeschefin des BUND, Corinna Cwielag. Die Behörde habe trotz Einwänden der Naturschützer die Aufschüttung eines Damms in „einem mit viel Geld renaturierten Moor“ genehmigt, anstatt, ähnlich wie bei der Peenequerung, die Brücke weitläufiger aufzuständern. „Der Respekt vor den natürlichen Gegebenheiten hat gefehlt. Das Resultat sehen wir jetzt.“ Inwiefern der moorige Baugrund dazu beitrug, dass die Fahrbahn vor der Trebeltalbrücke regelrecht weggebrochen ist, muss noch geklärt werden. „Aber ein so tiefgründiges Moor zu queren, ist immer ein Risiko“, sagt Rica Münchberger, Geschäftsführerin des Naturschutzbundes (Nabu) in MV. Fraglich sei, ob die A 20 besser an anderer Stelle die Trebel hätte kreuzen sollen. Etwa weiter südlich. Dafür hätten womöglich andere, wertvolle Grünzonen zerstört werden müssen, gibt Münchberger zu bedenken.

Mit 300000 Hektar Moorland, etwa zwölf Prozent der Landesfläche, zählt MV zu den moorreichsten Bundesländern. Um Moore für die Landwirtschaft nutzbar zu machen, sind in der Vergangenheit viele von ihnen entwässert worden. Andere wurden abgetorft, bebaut oder für die Forst urbar gemacht. Die Folge: Intakte Ökosysteme verwandelten sich in Klimakiller. Werde ein Moor trockengelegt, verliere es die Fähigkeit, Kohlendioxid zu binden, erklärt Rica Münchberger. Abgestorbene Pflanzenreste, die zuvor unter Sauerstoffausschluss nicht vollständig zersetzt wurden, werden, wenn das Wasser weg sei, gänzlich abgebaut. Dabei entweichen klimaschädliche Gase. Jährlich setzen die entwässerten Moore in MV laut Umweltministerium mehr als sechs Millionen Tonnen CO2 und weitere Treibhausgase frei. Um die Emission einzudämmen, werden – womöglich – Moore wieder vernässt. Solche Renaturierungsprojekte hat das Land in den vergangenen 20 Jahren mit mehr als 40

Millionen Euro unterstützt. ab

OZ

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