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Deutsche Frau unter Todesopfern von Ecuador-Beben

Quito Deutsche Frau unter Todesopfern von Ecuador-Beben

Die Zahl der Toten nach dem Erdbeben in Ecuador steigt weiter. Darunter ist auch eine Deutsche, wie nun bekannt wurde. Ecuadors Staatschef kündigte neue Steuern zur Finanzierung des Wiederaufbaus an.

Quito. Beim schweren Erdbeben in Ecuador ist auch eine Deutsche ums Leben gekommen. „Wir müssen leider bestätigen, dass unter den Toten auch eine deutsche Staatsangehörige ist“, bestätigte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes der Deutschen Presse-Agentur.

Zuvor hatte bereits die Staatsanwaltschaft Ecuadors mitgeteilt, dass ein deutsches Opfer ums Leben gekommen sei. Insgesamt stieg die Zahl der Todesopfer demnach auf 570, von denen 526 bisher identifiziert werden konnten - darunter 13 Ausländer.

Die deutsche Botschaft in Quito stehe im engen Kontakt mit den Angehörigen und den Behörden vor Ort, hieß es vom Auswärtigen Amt. Zu Alter und Herkunft der Frau gab es keine Angaben.

Das Beben der Stärke 7,8 hatte am Samstagabend vor allem einen rund 100 Kilometer breiten Küstenstreifen westlich der Hauptstadt Quito getroffen. Die Zahl der Verletzten stieg nach Angaben des ecuadorianischen Katastrophendienstes vom Mittwoch auf 7015. Knapp 24 500 Menschen wurden demnach inzwischen in Notunterkünften untergebracht. Nach 155 Vermissten werde weiterhin gesucht.

Präsident Rafael Correa kündigte am Mittwochabend (Ortszeit) im Staatsfernsehen neue Steuern an, um den Wiederaufbau der betroffenen Gebiete zu finanzieren. Dieser werde Milliarden US-Dollar kosten und Jahre dauern. Correas Angaben zufolge wird die Mehrwertsteuer für ein Jahr um zwei Prozentpunkte erhöht und eine einmalige Energieabgabe erhoben.

Zudem müssen Ecuadorianer mit einem Vermögen von mehr als einer Million US-Dollar einmalig 0,9 Prozent davon zahlen und Bürger mit einem Einkommen von mehr als 1000 Dollar je nach dessen Höhe bis zu fünf Monate lang je ein Tagesgehalt abführen.

Correa bedankte sich außerdem für die große Solidarität im In- und Ausland. Innerhalb von 72 Stunden sei es gelungen, alle betroffenen Gebiete zu erreichen und mit dem Nötigsten zu versorgen. Rettungskräfte - darunter mehr als 1000 aus dem Ausland - hätten bisher 54 Überlebende aus den Trümmern geborgen.

Auch Helfer aus Deutschland sind im Einsatz, etwa vom Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“. Für die Organisation Humedica, die medizinische Katastrophenhilfe anbietet, waren zunächst sieben Kräfte in der Krisenregion, darunter drei Ärzte.

Das Geophysische Institut Ecuadors registrierte am Mittwoch in kurzer Folge zwei Nachbeben der Stärke 6,1 und 6,3 vor der Küste des Andenlandes. Es wurden jedoch keine weiteren Schäden gemeldet. Insgesamt erschütterten nach Angaben des Instituts bis Mittwochnachmittag 568 Nachbeben die Provinzen Manabí und Esmeraldas.

dpa

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