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Extreme Wetterereignisse nehmen zu

Sturzfluten Extreme Wetterereignisse nehmen zu

Heftige Unwetter mit Sturzfluten können verheerende Folgen haben. Oft suchen sie Orte in Deutschland heim, wo man das vorher nicht kannte. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wappnet sich für eine Zunahme solcher Phänomene.

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ARCHIV - Überflutet ist im Juni 2013 die Alt- und Innenstadt von Passau.

Quelle: Peter Kneffel

Bonn. Angesichts des Klimawandels bereitet sich das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf eine Zunahme extremer Wetterereignisse in Deutschland vor - etwa Sturzfluten.

„Dieses Risiko wächst, deswegen sind wir als Bevölkerungsschützer gefragt“, sagte Präsident Christoph Unger. Schon mehrmals habe es Sturzfluten an Orten gegeben, wo man sie bislang nicht erwartet habe, erläuterte Unger. Als Beispiele nannte er bestimmte Regionen von Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Bei so kurzfristigen Ereignissen müssten Menschen schnell alarmiert und mit Handlungsempfehlungen versorgt werden. „Das ist eine neue Herausforderung. Aber mit unserem System - etwa mit der App - können wir dem begegnen“, sagte Unger.

Das BBK hat die Warn-App Nina („Notfall-Informations- und Nachrichten-App“) entwickelt. Die Software wird über dasselbe satellitengestützten Warnsystem mit Daten gefüttert, das zum Beispiel auch Radiosender offiziell auf dem Laufenden hält. Der Bund warnt im Rahmen seiner gesetzlichen Zuständigkeiten nur bei großen nationalen Gefahren - etwa einem Raketenangriff. Das Bundesamt stellt Nina aber anderen Katastrophenschutzbehörden zur Verfügung, die dann auch bei Unwetter, Hochwasser oder einer Bombenentschärfung warnen.

Nach Angaben des BKK hat die App aktuell 2,2 Millionen Nutzer und damit deutlich mehr als Anfang des Jahres. Damals waren es 1,25 Millionen. Es gibt noch andere Warn-Apps wie Katwarn und Biwapp.

Über die App Nina wurde im September auch im Zusammenhang mit der Erpressung mehrerer Lebensmittel- und Drogeriemarktketten vor verdächtigen Produkten gewarnt. „Das ist eigentlich eine polizeiliche Lage“, erklärte Unger. Das Beispiel zeige, wie die App und das dahinter stehende Warnsystem auch für andere Behörden nutzbar sei.

Auch bei der Bundestagswahl im September hätte Nina zum Einsatz kommen können, so Unger: „Der Bundeswahlleiter hatte uns in der Vorbereitung zur Bundestagswahl auch gebeten, das System zur Verfügung zu stellen, um bei befürchteten Manipulationen der Wahl sehr schnell seriöse Informationen verbreiten zu können.“

dpa

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