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Fragen und Antworten: Meteorologen erklären die Kälte

Offenbach Fragen und Antworten: Meteorologen erklären die Kälte

Aprilwetter extrem: Sonnenbrille rauf und runter, Schirm auf und zu, Sonnenbrand und Bibbern, Schneeflocken über Frühlingsblumen. Ist das normal und vor allem: Bleibt das so?

Offenbach. Aprilwetter extrem: Sonnenbrille rauf und runter, Schirm auf und zu, Sonnenbrand und Bibbern, Schneeflocken über Frühlingsblumen. Ist das normal und vor allem: Bleibt das so? dpa hat sich bei Experten umgehört.

Wie ungewöhnlich ist dieses Wetter?

„Der starke Wechsel ist nicht besonders ungewöhnlich, das ist ja das typische Aprilwetter“, sagt Diplom-Meteorologin Magdalena Bertelmann von der Vorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. „Was allerdings etwas ungewöhnlich ist, sind die langanhaltenden geringen Temperaturen - das ist schon nicht ganz so alltäglich.“

Wie kommt ein so extremer Wechsel zustande?

„In den Übergangsjahreszeiten können diese Extreme auftreten, weil die Atmosphäre großen Schwankungen unterliegt. „Labile Luft“ neigt dazu, Schauer und Gewitter zu bilden“, erklärt die Expertin.

Ist der April wirklich zu kalt oder fühlt es sich nur so an?

„Der April ist sogar etwas zu warm“, sagt Bertelmann. „Wenn man sich den ganzen Monat anschaut, sind wir 0,6 Grad zu warm im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt im April.“ Wenn man sich allerdings nur die gerade vergangenen kalten Tage ansehe, „sind wir fünf Grad darunter“. Die Sonnenscheindauer liegt laut Statistik bereits jetzt über dem Mittel. Vermutlich wird der April aber zu nass.

Wie wird das Wetter in den nächsten Tagen?

In der Nacht zum Dienstag wird es „nahezu winterlich“, heißt es bei der Offenbacher Vorhersagezentrale. Die Schneefallgrenze sinkt, so dass morgens auch im Flachland „eine weiße Überraschung“ möglich ist. Mitte der Woche bekommen wir „typisches Aprilwetter“. Gegen Ende der Woche wird es dann immerhin „etwas wärmer“.

Und wie geht es langfristig weiter?

Der DWD macht keine Prognose bis Himmelfahrt oder Pfingsten. Anders als das Infoportal wetter.net: „Es bleibt in diesem Frühling dabei: Ein stabiles Schönwetterhoch kann und will sich einfach nicht etablieren“, sagt Dominik Jung, Wetterexperte bei wetter.net. „Es geht wechselhaft und zeitweise sehr nass weiter. Von einem Wonnemonat kann in den ersten Maitagen überhaupt keine Rede sein.

dpa

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