Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Hamas wählt Ex-Häftling zum neuen Chef im Gazastreifen

Hochgeheime Wahl Hamas wählt Ex-Häftling zum neuen Chef im Gazastreifen

Die Hamas-Wahlen sind hochgeheim. Es ist nicht einmal bekannt, wie viele Posten zu vergeben sind. Nun steht zumindest der neue Chef der Hamas im Gazastreifen fest: Jihia al-Sinwar.

Voriger Artikel
UN-Sicherheitsrat tagt zu Nordkoreas Raketentest
Nächster Artikel
Mindestens vier Tote bei Lawinenunglück in Savoyen

Der neue Hamas-Chef Jihia al-Sinwar - aufgenommen bei einer Kundgebung im Jahr 2011.

Quelle: Adel Hana

Gaza. Die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas hat den Ex-Häftling Jihia al-Sinwar zum neuen Chef für den Gazastreifen gewählt.

Bei hochgeheimen Wahlen seien im Gazastreifen, im Westjordanland, in den Gefängnissen und in der Diaspora neue Hamas-Führer benannt worden, berichtete die Hamas-eigene Nachrichtenseite al-Resala am Montag. Al-Sinwars Stellvertreter sei Chalil al-Haja geworden.

Al-Sinwar war wegen der Beteiligung an der Entführung und Tötung des israelischen Soldaten Nachschon Wachsman im Jahr 1994 zu viermal lebenslanger Haft verurteilt worden. Er kam 2011 bei dem Gefangenenaustausch für den israelischen Soldaten Gilad Schalit frei.

Hamas-nahe Quellen sagten, dass insgesamt 15 Mitglieder in den führenden Rat für den Gazastreifen gewählt worden seien. Mitglied des Rates sei auch Mahmud al-Sahar geworden, der vermutlich bisher der Leiter der Hamas im Gazastreifen gewesen war.

Der Schura-Rat der Hamas hat die Wahlen in den vergangenen zwei Wochen abgehalten. In jedem der vier Bereiche seien ein neuer Führer und sein Stellvertreter gewählt worden. Der Schura-Rat ist das Parlament der Organisation und wählt wiederum das Politbüro - den Führer und seine Vertreter.

Bisheriger Führer der Hamas ist Chaled Maschaal, sein Stellvertreter ist Ismail Hanija. Es gibt noch keine offizielle Erklärung, wer Meschaal nachfolgen wird.

Die Hamas hatte 2007 nach einem blutigen Bruderkrieg gegen die Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die Macht im Gazastreifen an sich gerissen. Seither regiert Abbas faktisch nur noch im Westjordanland, die Hamas im Gazastreifen.

Im Anschluss hatte Israel seine Blockade des Küstenstreifens verschärft. Die Maßnahme wird auch von Ägypten mitgetragen. Die EU, die USA und Israel stufen die Hamas als Terrororganisation ein.

Die Hamas spricht Israel das Existenzrecht ab. Der letzte Krieg zwischen beiden Parteien war im Sommer 2014. 50 Tage wurde damals gekämpft: 2200 Palästinenser und mehr als 70 Israelis starben.

In den vergangenen Monaten landeten nur noch vereinzelt Raketen aus dem Gazastreifen in Israel. Vergangene Woche schlug eine Rakete in der Nähe der Küstenstadt Aschkelon ein. Israelische Kampfjets griffen daraufhin mehrere Stützpunkte der Hamas im Gazastreifen an.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Putin bedauert Versehen
Eine russische Suchoi Su-34 wirft über Syrien ihre Bombenlast ab.

Der russische Luftangriff soll dem IS in Syrien gelten, doch die Bomben töten türkische Soldaten. Erst im vergangenen Jahr hatten sich Moskau und Ankara ausgesöhnt - nachdem die Türkei ein russisches Flugzeug im Einsatz über Nordsyrien abgeschossen hatte.

mehr
Mehr aus Thema des Tages
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.