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Hauptstrecken der Bahn im Norden nach wie vor gesperrt

Chaos nach Sturm «Xavier» Hauptstrecken der Bahn im Norden nach wie vor gesperrt

Auch am Morgen nach den Verwüstungen durch „Xavier“ müssen Reisende in Deutschland viel Zeit mitbringen. Die allermeisten Fernzüge im Norden und Nordosten fallen zunächst aus. Doch die Einstellung des Verkehrs könnte sich auch auf das übrige Netz der Bahn auswirken.

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Ein Feuerwehrmann räumt in Hannover Äste eines umgestürzten Baums von einer Straße.

Quelle: Silas Stein

Berlin. Der Bahnverkehr in Deutschland bleibt auch am Tag nach dem Sturm „Xavier“ schwer gestört. Im Norden und Osten der Republik waren die wichtigsten Fernverkehrsstrecken am Vormittag noch immer gesperrt, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

Der Sturm hatte an vielen Stellen Bäume auf Oberleitungen und Gleise stürzen lassen. Die Bahntrassen würden derzeit mit Hubschraubern abgeflogen, um festzustellen, wo der Sturm Schäden angerichtet hat, sagte eine Sprecherin. Außerdem seien überall fahrbare Hebebühnen unterwegs, um heruntergerissene Oberleitungen wieder instand zu setzen. Frühestens am Mittag könne die Bahn eine Prognose abgeben, wie es mit dem Zugverkehr weitergehe. Es stünden keine Züge mit Fahrgästen auf offener Strecke, teilte sie mit.

Nach wie vor gesperrt waren unter anderem die Routen Berlin-Hannover, Hamburg-Berlin, Hamburg-Hannover, Berlin-Leipzig und Osnabrück-Hamburg. Aus Basel und München kommende ICE fuhren nicht bis Hannover, Hamburg oder Berlin, sondern wendeten bereits in Kassel-Wilhelmshöhe. Andere ICE aus dem Süden kehrten in Dortmund um, statt bis nach Bremen und Hamburg weiterzufahren.

Der Sturm hatte am Donnerstag mindestens sieben Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Besonders schwer betroffen von dem Unwetter und den Folgen mit umgestürzten Bäumen waren Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

In Berlin riet ein Bahn-Sprecher regionalen Pendlern der S-Bahn zum Umstieg auf andere Verkehrsmittel. „Das ganze Netz in der Region ist massiv eingeschränkt. Wir haben zahlreiche Bäume auf den Gleisen, beschädigte Oberleitungen und abgeknickte Fahrmasten“, erklärte er. Die Reparaturen würden voraussichtlich den ganzen Tag dauern.  Die S-Bahn war am Donnerstag wegen des Sturms zeitweise überhaupt nicht mehr gefahren.

Die Nacht verbrachten viele Gestrandete in Hotels oder in von der Bahn bereitgestellten Zügen. Insgesamt 20 Züge stellte die Bahn zur Verfügung. So standen zum Beispiel drei Übernachtungszüge in Kassel-Wilhelmshöhe, außerdem gab es sogenannte Hotelzüge auch in Berlin am Hauptbahnhof und an den Stationen Spandau und Südkreuz sowie an den Hauptbahnhöfen in Köln, Dortmund, Bielefeld, Düsseldorf, Leipzig, Hamburg und Hannover. Allein in Minden mussten 470 gestrandete Fahrgäste die Nacht in mehreren Zügen am Bahnhof verbringen.

In Kassel waren Schnellzüge gestrandet, weil sie aus dem Süden nicht weiter in Richtung Norden fahren konnten. Ähnliches passierte an Bahnhöfen in Köln und Leipzig. Am Morgen war die Strecke von Kassel nach Hannover wieder freigegeben.

Der Sturm legte am Donnerstag nicht nur den Fernverkehr lahm. Auch die öffentlichen Netze von Großstädten wie Berlin oder Hamburg waren beeinträchtigt. „Am stärksten betroffen ist aber der Fernverkehr“, betonte der Bahn-Sprecher. Er wirke sich am stärksten auf das gesamte Netz aus.

dpa

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Berlin

Nach dem schweren Unwetter ist es nach Angaben einer Bahnsprecherin noch unklar, wann die Züge im Norden und Osten Deutschlands wieder fahren können.

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