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Letzte IS-Versorgungsroute nach Mossul gekappt

Schiitenmilizen melden Erfolg Letzte IS-Versorgungsroute nach Mossul gekappt

Seit mehr als einem Monat läuft die Großoffensive auf die IS-Hochburg Mossul. Die Angreifer ziehen die Schlinge um die Stadt immer enger. Auch in Mossul selbst verlieren die Extremisten an Bewegungsfreiheit.

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Schiitische Kämpfer beim Vorrücken im Westen der noch vom IS gehaltenen Stadt Mossul. 

Quelle: Khider Abbas/archiv

Mossul. Schiitische Milizen haben die nordirakische IS-Hochburg Mossul und das Umland der Stadt nach eigenen Angaben von der Außenwelt abgeschnitten. Die bewaffneten Gruppen erklärten, sie hätten nordwestlich von Mossul die letzte Versorgungsroute zwischen der Großstadt und Syrien gekappt.

Die Straße ist für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) lebenswichtig, weil sie über diese Strecke Nachschub und Kämpfer transportiert.

Auch aus Kreisen der kurdischen Peschmerga-Kämpfer hieß es, die Milzen hätten die Straße zwischen dem Sindschar-Gebirge und der noch von den Extremisten kontrollierten Stadt Tell Afar eingenommen. In Syrien kontrollieren die Dschihadisten noch immer große Gebiete.

Iraks Armee, Peschmerga und Milizen hatten Mitte Oktober eine Großoffensive begonnen, um Mossul aus der Gewalt des IS zu befreien. Die Millionenstadt ist die letzte Bastion der sunnitischen Extremisten im Irak. Irakische Spezialkräfte sind von Osten her auf das Stadtgebiet vorgedrungen. Weil der IS heftigen Widerstand leistet, hat sich der Vormarsch zuletzt jedoch deutlich verlangsamt.

Die Schiitenmilizen waren in den vergangenen Wochen westlich von Mossul Richtung Norden vorgedrungen. Vor einer Woche nahmen sie den strategisch wichtigen Flughafen südlich von Tell Afar ein.

Der Einsatz der eng mit dem schiitischen Iran verbundenen Milizen an der Offensive ist höchst umstritten. Die Sunniten lehnen ihn ab, weil sie befürchten, dass die Milizen ihren Einfluss im Irak weiter ausdehnen. Mit ihrem Vormarsch sind die Schiiten tief in sunnitisches Kernland vorgedrungen. Beobachter rechnen damit, dass dadurch die Kluft zwischen Schiiten und Sunniten weiter wachsen könnte.

Auch in Mossul selbst verliert die Terrormiliz weiter an Bewegungsfreiheit. Das IS-Sprachrohr Amak bestätigte im Internet Medienberichte, ein Luftangriff der US-geführten internationalen Koalition habe eine weitere Brücke über den Tigris zerstört. Der Fluss teilt Mossul in einen Ost- und Westteil. Mittlerweile sind vier von insgesamt fünf Brücken über den Tigris zerstört worden.

dpa

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