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Mindestens 77 Tote bei schwerem Erdbeben in Ecuador

Quito Mindestens 77 Tote bei schwerem Erdbeben in Ecuador

Ein schweres Erdbeben hat Ecuador erschüttert. Mindestens 77 Menschen starben, mindestens 588 weitere wurden verletzt, wie Vizepräsident Jorge Glas am Sonntag mitteilte.

Quito. Ein schweres Erdbeben hat Ecuador erschüttert. Mindestens 77 Menschen starben, mindestens 588 weitere wurden verletzt, wie Vizepräsident Jorge Glas am Sonntag mitteilte.

Die Erdstöße der Stärke 7,8 hatten am Samstagabend (Ortszeit) die westliche Provinz Esmeraldas getroffen. Die Regierung des südamerikanischen Landes rief danach für mehrere Regionen den Ausnahmezustand aus. Eine durch das Pazifik-Zentrum herausgegebene Tsunamiwarnung wurde inzwischen wieder aufgehoben, wie Glas bei Twitter schrieb.

Der Vizepräsident rechnete damit, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen werde. Demnach waren zahlreiche Menschen in den Trümmern eingestürzter Häuser gefangen. Betroffen war unter anderem die Provinz Manabí. Auch aus Guayaquil, der bevölkerungsreichsten Stadt des Landes, wurden Tote gemeldet. Intensive Rettungsarbeiten dauerten an, sagte Glas. Oberstes Ziel sei, möglichst viele Menschenleben zu retten.

Rund 10 000 Soldaten und 3500 Polizisten wurden zum Einsatz in die Erdbebengebiete gesandt, wie Glas bei Twitter weiter schrieb. Zudem waren Helfer aus dem Ausland, vor allem aus Mexiko und Kolumbien, zur Unterstützung der Rettungsarbeiten nach Ecuador unterwegs. Glas zufolge war es das stärkste Beben in dem Land seit 1979.

Staatschef Rafael Correa sprach Opfern und Angehörigen des Unglücks über Twitter sein Mitgefühl aus. Der Präsident befand sich zum Zeitpunkt des Bebens in Europa und trat auf schnellstem Wege die Rückreise an, um vor Ort die Rettungsarbeiten zu koordinieren. Die Erdstöße hätten „schwere Schäden verursacht“, twitterte er. In ersten Berichten war von mehr als hundert komplett zerstörten Häusern die Rede. Tausende Gebäude seien beschädigt worden. Nach Angaben von Einsatzkräften wurden zwei wichtige Verbindungsstraßen zwischen Küste und Landesinnerem wegen Schäden gesperrt.

Ecuador liegt geografisch am sogenannten Pazifischen Feuerring, einem Gürtel aus etwa 450 aktiven Vulkanen. Er ist etwa 40 000 Kilometer lang und wie ein Hufeisen geformt. Dort treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. Es kommt zu tektonischen Verschiebungen und Verwerfungen, die Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis zur Folge haben. Das Halbrund aus „Feuerbergen“ reicht von den Küsten Süd- und Nordamerikas bis zu einer Reihe von Inselketten im asiatisch-pazifischen Raum.

dpa

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