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Waffenarsenal bei „Reichsbürger“-Rentnerpaar sichergestellt

Schusswaffen und Munition Waffenarsenal bei „Reichsbürger“-Rentnerpaar sichergestellt

Mehr als ein Dutzend Schusswaffen hat die Polizei bei mutmaßlichen „Reichsbürgern“ im westfälischen Witten sichergestellt.

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Das Handout der Polizei Bochum zeigt Waffen, die in Witten sichergestellt wurden.

Quelle: Polizei Bochum/dpa

Witten. Mehr als ein Dutzend Schusswaffen hat die Polizei bei mutmaßlichen „Reichsbürgern“ im westfälischen Witten sichergestellt. Die Beamten fanden bei einer Durchsuchung am Montag 14 Schusswaffen, 8 Luftdruck- und Gaswaffen sowie eine große Menge dazugehörige Munition, teilte die Polizei mit.

Der Rentner und seine Frau hätten als Sportschützen die Waffen zwar legal besessen, die Waffenscheine seien aber vor dem Hintergrund der „Reichsbürger“-Bewegung widerrufen worden. Im Falle des Ehemannes gebe es konkrete Beweise, dass er dieser Bewegung angehöre. Bei der Ehefrau gebe es Anhaltspunkte.

„Reichsbürger“ erkennen die Bundesrepublik Deutschland und die geltende Rechtsordnung nicht an. Ein selbsternannter „Reichsbürger“ hatte Mitte Oktober in Georgensgmünd bei Nürnberg auf SEK-Polizisten geschossen und dabei einen 32-jährigen Beamten tödlich verletzt.

Unterdessen hat die Polizei bei einem anderen mutmaßlichen „Reichsbürger“ eine Waffe und Munition beschlagnahmt. Wie die Staatsanwaltschaft Zwickau mitteilte, sei bei der Durchsuchung seiner Wohnungen im oberen Vogtland und im bayrischen Augsburg unter anderem eine Einzelladerbüchse sichergestellt worden. Ein Sondereinsatzkommando des Landeskriminalamtes habe die Aktion unterstützt.

Dem Mann, der sich laut Staatsanwalt im Umfeld der „Reichsbürger“ bewegt, war zuvor die Waffenbesitzkarte entzogen worden. Weil sich der mehrfach wegen Gewaltdelikten Vorbestrafte weigerte, seine Waffen abzugeben, wird ihm ein Verstoß gegen das Waffengesetz zur Last gelegt. Er wurde wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe aus einer früheren Verurteilung ins Gefängnis nach Dresden gebracht.

Insgesamt ging die Staatsanwaltschaft Zwickau gegen vier sogenannte „Reichsbürger“ vor. Wie die Behörde mitteilte, wurde gegen eine Frau und ihren früheren Lebensgefährten Anklage wegen Nötigung erhoben. Bei einem weiteren Beschuldigten gab es eine Hausdurchsuchung. Handy und Computer des Mannes wurden zur Auswertung sichergestellt.

dpa

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