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Zwei blutige Wochen in Deutschland und Frankreich

Berlin Zwei blutige Wochen in Deutschland und Frankreich

Innerhalb von weniger als zwei Wochen haben mehrere Gewalttaten Deutschland und Frankreich erschüttert. Umstände, Motive und Hintergrund waren unterschiedlich, Parallelen finden sich aber: Nizza, 14.

Berlin. Innerhalb von weniger als zwei Wochen haben mehrere Gewalttaten Deutschland und Frankreich erschüttert. Umstände, Motive und Hintergrund waren unterschiedlich, Parallelen finden sich aber:

Nizza, 14. Juli: Am französischen Nationalfeiertag rast in der Hafenstadt Nizza ein 31-jähriger Tunesier mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge. Er tötet 84 Menschen und verletzt mehr als 200. Der Mann hatte die Tat vermutlich länger geplant. Die Motive sind nach wie vor unklar, es gibt aber Hinweise auf Sympathien für den Islamismus.

Würzburg, 18. Juli: Mit Axt und Messer bewaffnet geht ein 17-Jähriger in einer Regionalbahn bei Würzburg auf Fahrgäste los. Fünf Menschen werden verletzt. Polizisten erschießen den Attentäter, der sich in einem Video als Kämpfer der Terrormiliz IS bezeichnete. Er kam als Flüchtling nach Deutschland und gab sich als Afghane aus, seine Identität wird aber noch geprüft.

München, 22. Juli: Mit einer Waffe und mehr als 300 Schuss Munition im Rucksack eröffnet ein 18-Jähriger in und vor einem Einkaufszentrum in München das Feuer. Er tötet neun Menschen, anschließend sich selbst. Ermittler nennen es einen „klassischen Amoklauf“. Der Deutsch-Iraner litt wohl unter psychischen Problemen, hatte auch frühere Amokläufe und Anschläge recherchiert.

Reutlingen, 24. Juli: Nach einem Streit tötet auf offener Straße ein 21 Jahre alter Mann seine 45-jährige Freundin mit einem Messer. Auf seiner Flucht verletzte er fünf Menschen. Die Polizei geht Hinweisen nach, wonach der Täter psychische Probleme hatte - das Motiv für die Tat ist aber nach wie vor unklar, die Polizei vermutet eine Beziehungstat.

Ansbach, 24. Juli: Auf einem Platz vor einem Konzert sprengt sich ein 27-Jähriger in die Luft, 15 Menschen werden verletzt. Der syrische Flüchtling stand nach einer mehrfach verlängerten Duldung kurz vor einer Abschiebung nach Bulgarien. Er war mehrfach in psychiatrischer Behandlung gewesen. Die Behörden gehen von einem islamistischen Hintergrund aus, der IS beanspruchte den Anschlag für sich.

Rouen, 26. Juli: Zwei Angreifer nehmen in einer katholische Kirche in Saint-Étienne-du-Rouvray bei Rouen während der Morgenmesse fünf Geiseln und ermorden anschließend den Priester. Die Terrormiliz IS reklamierte auch diese Tat für sich. Einer der Täter war der Polizei bekannt und soll zweimal versucht haben, nach Syrien zu reisen.

dpa

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