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Transfers früher und jetzt

Transfers früher und jetzt

Uwe Seeler verdiente 500 Mark damals, 1961, er war 25 Jahre alt. Und jetzt saß ihm im Hamburger Hotel „Atlantic“ Helenio Herrera gegenüber und bot ihm eine Million.

Uwe Seeler verdiente 500 Mark damals, 1961, er war 25 Jahre alt. Und jetzt saß ihm im Hamburger Hotel „Atlantic“ Helenio Herrera gegenüber und bot ihm eine Million. Er solle zu ihm nach Italien kommen, sagte der Trainer von Inter Mailand. Die eine Million wären sein Handgeld, hinzu kämen jedes Jahr 500 000 Mark Gehalt sowie Haus, Auto und eine deutsche Schule für die Kinder.

Aber da war nichts zu machen. Uwe Seeler blieb in Hamburg, und er blieb beim HSV, sein Leben lang.

Als zwei Jahre später die Bundesliga gegründet wurde und sich der Fußball professionalisierte, kam auch das Geld ins Rollen, und Uwe Seeler wurde trotzdem ein vermögender Mann. Und ein Einzelfall war das Angebot von Herrera auch nicht. Karl-Heinz Schnellinger etwa wechselte 1963 für 500 000 Mark Ablöse (und 350 000 Mark Handgeld) nach Italien.

Einen Schub bekam die Transferszene später mit dem Bosman-Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 1995. Fortan waren ablösefreie Vereinswechsel nach Ende des Vertrages möglich, und es durften auch unbegrenzt Ausländer in einer Mannschaft spielen. Heute ist Javi Martínez mit 40 Millionen Euro der teuerste Bundesligatransfer, gefolgt von Mario Götze und Edin Dzeko (jeweils 37 Millionen) und Mario Gómez (30 Millionen). In diesem Sommer gab die Bundesliga 265 Millionen Euro für neue Spieler aus.

 

OZ

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