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US-Luftangriffe auch in Syrien?

US-Luftangriffe auch in Syrien?

Das Töten der IS-Milizen hält an. Kämpfe zwischen Schiiten und Sunniten.

Bagdad/Washington — Nach dem Vormarsch der IS-Terrormiliz im Irak schaukelt sich die Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten hoch. Bei einem Angriff von vermutlich schiitischen Bewaffneten auf eine sunnitische Moschee nordöstlich von Bagdad kamen gestern mindestens 73 Menschen ums Leben. Augenzeugen berichteten, die Angreifer hätten das Gebetshaus in der Stadt Al-Mikdadija gestürmt und um sich geschossen. Laut dem Nachrichtensender Al-Arabija waren die Täter schiitische Milizionäre. Der IS-Terrorgruppe hingegen gehören fast nur Sunniten an.

Die US-Regierung schließt unterdessen Luftangriffe auf den IS auch in Syrien nicht mehr aus. „Wir denken über alle Optionen nach“, sagte Verteidigungsminister Chuck Hagel. Die Miliz sei weit mehr als eine Terrorgruppe und „so hoch entwickelt und gut finanziert wie keine andere“. Die IS-Extremisten beherrschen in Syrien wie im Nachbarland Irak jeweils etwa ein Drittel des Territoriums. Kämpfer und Waffen können die Grenze ungehindert passieren. US-Generalstabschef Martin Demsey erklärte, die Organisation könne nicht besiegt werden, ohne ihre starke Stellung in Syrien ins Kalkül zu ziehen.

Großbritannien schloss im Kampf gegen die IS-Terroristen einen Schulterschluss mit Syriens Staatschef Baschar al-Assad aus.

In Syrien lieferten sich IS-Extremisten und Soldaten des syrischen Regimes von Präsident Baschar al-Assad heftige Kämpfe um einen strategisch wichtigen Militärflughafen im Osten des Landes.

IS-Kämpfer versuchen seit Tagen, den Airport Al-Tabka einzunehmen. Sollte ihnen das gelingen, könnten sie die Region unbehelligt beherrschen.

Viele der vor dem IS geflüchteten Kleinkinder im Nordirak sind schwer krank und akut vom Tode bedroht. „Pro Tag sterben etwa 20 Kinder“, sagte der aus Hannover stammende Mediziner Hüseyin Bektas. „In Deutschland würde ich 70 Prozent der Kinder sofort auf die Intensivstation schicken.“

 



OZ

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