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Von der Leyen und die Macht der Bilder

Berlin Von der Leyen und die Macht der Bilder

Politiker und die Bilder, das ist oft ein schmaler Grat. Von Ursula von der Leyen gibt es diverse Aufnahmen, die ihr den Vorwurf der politischen Inszenierung eingebracht haben.

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Ursula von der Leyen verabschiedet die Soldaten auf dem Nato-Flugplatz Hohn.

Quelle: Axel Heimken

Berlin. Politiker und die Bilder, das ist oft ein schmaler Grat. Von Ursula von der Leyen gibt es diverse Aufnahmen, die ihr den Vorwurf der politischen Inszenierung eingebracht haben.

Im Internet ein großes Thema war am Freitag ein dpa-Bild der Verteidigungsministerin auf dem Flugplatz Hohn in Schleswig-Holstein. Die Arme verschränkt steht sie dort im Morgengrauen, das Gesicht vom Fotografenblitz erleuchtet. Als Chefin der Truppe verabschiedet sie eine im Hintergrund zu sehende Bundeswehr-Maschine, die acht Tonnen mit Hilfsgütern in den Nordirak fliegen soll. Ob Inszenierung oder nicht: Die Pose der als überaus ehrgeizig geltenden CDU-Politikerin auf dem Nato-Flugplatz dürfte noch länger hängen bleiben.

Just am selben Tag werden andere Bilder nochmal aufgelegt, die 2010 für Schlagzeilen sorgten: Wie sie als Arbeitsministerin mit dem damals noch als Karstadt-Retter gefeierten Investor Nicolas Berggruen auf der Rolltreppe eines Berliner Karstadt-Warenhauses steht. Von der Leyen wollte nah dran sein, obwohl andere Politiker warnten, der Staat solle bei Karstadt lieber Abstand halten. Berggruen ist seit Freitag Geschichte, seine Bilanz bei Karstadt fällt eher unrühmlich aus.

Wer die aktuellen Flugplatz-Bilder sieht, der denkt auch an Leyens Vorvorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg. Bis der Verteidigungsminister über die Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit stolperte und zurücktrat, galt der CSU-Star als Meister der Selbstinszenierung. Die Bilder im Kampfanzug vor einem Jet oder mit Sonnenbrille und Splitterschutzweste in Afghanistan prägten sein Image.

Unvergessen auch, wie Guttenberg auf seiner ersten Auslandsreise als Bundeswirtschaftsminister in die USA beim abendlichen Spaziergang durch New York am grell erleuchteten Times Square die Arme nach dem Motto „Was kostet die Welt“ ausbreitet - nachdem ihn Fotografen zu einer Pose animiert hatten.



dpa

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