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Bahnstrecke Berlin-Hannover nach Sturm wieder frei

Berlin Bahnstrecke Berlin-Hannover nach Sturm wieder frei

Erleichterung für Fernreisende: Auf der Achse Berlin-Hannover fahren wieder Züge. Andere wichtige Strecken etwa von der Hauptstadt nach Hamburg waren zunächst weiterhin gesperrt.

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Auch am Samstag herrschte auf dem Berliner Hauptbahnhof noch reges Treiben.

Quelle: Maurizio Gambarini

Berlin. Nach der Unterbrechung durch den schweren Sturm „Xavier“ rollen wieder Züge auf der wichtigen Ost-West-Verbindung zwischen Berlin und Hannover. Die Strecke sei seit 15.30 Uhr am Samstag wieder frei, teilte die Deutsche Bahn mit. Andere wichtige Strecken wie die von Berlin nach Hamburg waren weiterhin gesperrt.

Umgestürzte Bäume und heruntergerissene Äste hatten nach Angaben der Bahn am Donnerstag an mehr als 500 Stellen Schäden in Nord- und Ostdeutschland angerichtet. Über 1000 Kilometer seien betroffen gewesen.

Die Bahn hoffte, dass die Aufräumarbeiten größtenteils Anfang der neuen Woche abgeschlossen sind, wie eine Sprecherin zur Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Strecke Hamburg-Berlin werde erst am Montag wieder befahrbar sein, ebenso die Linie Osnabrück-Bremen-Hamburg. Den Reisenden werde eine Umleitung über Uelzen und Stendal angeboten.

Die Verbindung Bremen-Hannover sollte ab Sonntag wieder aufgenommen werden. Zwischen Hildesheim und Wolfsburg verkehrten bereits am Samstagnachmittag wieder Züge, wie die Bahngesellschaft Metronom mitteilte. Die Strecke Hannover-Wolfsburg sollte am Abend repariert sein.

Der Sturm hatte am Donnerstagnachmittag zahlreiche Bäume auf Oberleitungen und Gleise stürzen lassen. „Das Problem ist, dass Bäume teilweise durch das nasse Erdreich nachkippen und wir dadurch erneut mit der Kettensäge ranmüssen. Wir arbeiten mit Hochdruck, aber es gibt Unwägbarkeiten. Darum ist eine genaue Prognose leider derzeit noch nicht möglich“, sagte eine Bahnsprecherin.

Weil die Bahn während des Unwetters den Verkehr in weiten Teilen des Landes eingestellt habe, sei es zu vergleichsweise wenigen Unfällen gekommen, hieß es. Es seien keine Reisenden zu Schaden gekommen, doch mehr als 40 Schienenfahrzeuge müssten repariert werden, allein 26 bei der Berliner S-Bahn.

Trotz der Organisation von Hotelzügen oder dem Verteilen von Taxigutscheinen wurde das Krisenmanagement der Deutschen Bahn vom Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert. „Es hat einfach an Informationen gefehlt“, sagte Ehrenvorsitzender Karl-Peter Naumann der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag).

Auch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bemängelte die Kommunikation der Bahn. „Wir leben in einem Zeitalter von Apps und digitaler Information, und doch ist das Unternehmen Deutsche Bahn nicht in der Lage, seine Kunden ausreichend zu informieren“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel in Frankfurt am Main. Zumindest am Tag nach dem schweren Sturm über Norddeutschland hätte das möglich sein sollen.

dpa

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