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Wirtschaft ADAC: Raststätten gut, aber teuer
Nachrichten Wirtschaft ADAC: Raststätten gut, aber teuer
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00:00 18.07.2013
München

Teuer, aber dafür entspannt — viele Rastanlagen an Deutschlands Autobahnen bieten gute Leistungen, lassen sich das aber auch etwas kosten. Die Raststätten schnitten bei Familienfreundlichkeit und Service, aber auch bei den Sanitäranlagen erneut besser ab als die Autohöfe. Dafür mussten die Kunden tiefer in die Tasche greifen, ergab der neue ADAC-Rastanlagentest.

Beim Test-Einkauf im Raststätten-Kiosk zahlten die ADAC-Prüfer im Schnitt 20 Prozent mehr als im Autohof-Shop. Im Gastronomie-Bereich waren die Autohöfe um etwa zehn Prozent günstiger als die Raststätten. Die Preise klaffen auseinander. Extrembeispiele: Ein stilles Wasser kostete in einem Autohof im billigsten Fall 0,49 Euro — in einer Raststätte waren es maximal 2,49 Euro. Auch die Spanne beim Essen war hoch: Das billigste Schnitzel mit Pommes kostete in einem Autohof 5,90 Euro. Das teuerste Schnitzel gab es dann auch in einem Autohof für 11,80 Euro.

Wie schon bei früheren Tests bekamen die Rastanlagen bessere Noten als die Autohöfe. Zehn der 20 Raststätten schnitten mit „gut“ ab, bei den Autohöfen waren es fünf von 20. Drei Anlagen fielen mit der Gesamtnote „mangelhaft“ durch, darunter zwei Autohöfe. 22 Mal vergaben die Tester „ausreichend“, 13 Mal davon für Autohöfe.

Testsieger ist die Raststätte Börde Süd an der A 2 in Sachsen-Anhalt. Der ADAC beurteilt sie als gepflegte, familienfreundliche Anlage mit sauberen Sanitäranlagen. Verlierer ist der Autohof Plötzin an der A 10 in Brandenburg. Die Anlage war weder familien- noch behindertengerecht und auch die Sicherheit für Fußgänger auf dem Parkplatz ließ zu wünschen übrig.

Vor zwei Jahren bekam die Hälfte von 50 geprüften Anlagen eine gute Note, einmal gab es sogar „sehr gut“. Nur zwei Anlagen schnitten mit „mangelhaft“ ab.

OZ

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