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Abgas-Skandal: Jetzt verklagt Bayern den VW-Konzern

München Abgas-Skandal: Jetzt verklagt Bayern den VW-Konzern

Freistaat verlangt Schadensersatz für Pensionsfonds / MV wird nicht klagen / Südkorea verhängt Verkaufsstopp für VW-Modelle

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Imposant: VW-Neuwagen türmen sich in einem Wagensilo der Autostadt am Stammwerk in Wolfsburg.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

München. . Als erstes Bundesland hat Bayern eine Klage gegen Volkswagen wegen des Abgas-Skandals angekündigt. Voraussichtlich im September werde der bayerische Pensionsfonds Klage auf Schadensersatz wegen Pflichtverletzungen von Volkswagen einreichen, sagte eine Sprecherin des bayerischen Finanzministeriums gestern auf Anfrage. Die Vorbereitung der Klage laufe bereits.

Bayern will sich mit der Klage einen sogenannten Kursdifferenzschaden zurückholen, sagte die Sprecherin von Finanzminister Markus Söder (CSU). Es gehe dabei um maximal 700000 Euro. VW werde vorgeworfen, sich im Zusammenhang mit dem im September bekannt gewordenen Skandal nicht an seine Pflichten bei Ad- hoc-Mitteilungen gehalten zu haben. Solche Pflichtmitteilungen müssen börsennotierte Unternehmen leisten, sobald sie Kenntnis von Informationen haben, die den Börsenkurs deutlich beeinflussen könnten. Da nach einer juristischen Bewertung eine entsprechende Klage nach Paragraf 37b des Wertpapierhandelsgesetzes überwiegend Aussicht auf Erfolg habe, sei das Land dazu verpflichtet, im Interesse seiner Beamten Klage einzulegen, erläuterte die Sprecherin. Der Bund sowie die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin, Thüringen, Sachsen und Rheinland-Pfalz wollen nicht klagen – entweder weil man keine Aktien von VW halte oder allenfalls indirekt. Sachsen-Anhalt prüft derzeit die Zusammensetzung der eigenen Anlagen.

Südkorea hat unterdessen den Verkauf von 80 Modellen des Autoherstellers gestoppt. Mit dem  Verkaufsverbot reagierte das Umweltministerium gestern auf Unregelmäßigkeiten, die in Dokumenten über Emissionswerte und Lärmtests gefunden wurden. VW wird beschuldigt, Unterlagen geschönt zu haben, um so die Zulassung für Importautos zu erhalten. 

Die Zulassung für 83000 Autos der Marken Volkswagen, Audi und Bentley sei zurückgezogen worden, teilte das Ministerium mit. Der Hersteller muss außerdem 17,8 Milliarden Won (rund 14,3 Millionen Euro) Strafe zahlen. Das Unternehmen werde alle „verfügbaren Maßnahmen“ gegen den Verkaufsstopp in Erwägung ziehen, sagte eine Sprecherin von Audi- Volkswagen Korea.

OZ

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