Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Abgas-Vorwürfe: Deutsche Umwelthilfe geht juristisch gegen Opel vor
Nachrichten Wirtschaft Abgas-Vorwürfe: Deutsche Umwelthilfe geht juristisch gegen Opel vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:33 26.05.2016
Anzeige
Berlin/Rüsselsheim

Die Deutsche Umwelthilfe macht weiter Druck auf Opel und geht juristisch gegen angeblich falsche Werbeversprechen des Autobauers vor.

Ein Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen bestimmte Werbeaussagen sei am Mittwoch vor dem Landgericht Darmstadt gestellt worden, teilte die Organisation in Berlin mit. Den Schritt hatte Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch bereits in der vergangenen Woche angekündigt.

Das Gericht bestätigte am Nachmittag den Eingang des Antrags. Es stand nach Angaben einer Justizsprecherin zunächst nicht fest, wie die zuständige Kammer für Handelssachen weiter vorgeht.

Opel täusche Verbraucher unter anderem mit der Aussage, seine Abgasreinigung sei bei minus 30 Grad getestet worden, wiederholte die Umwelthilfe ihre Vorwürfe. Das Unternehmen hat inzwischen angegeben, dass die Abgasreinigung bei Temperaturen unter 17 Grad nur im geringeren Umfang aktiv sei.

Der Autobauer hatte in der vergangenen Woche auf ein entsprechendes Unterlassungsverlangen der Deutschen Umwelthilfe reagiert und sich verpflichtet, zwei von zehn kritisierten Aussagen nicht mehr im Zusammenhang mit dem Modell Zafira Diesel zu wiederholen. In der einstweiligen Verfügung geht es nun um die übrigen acht Aussagen. Am Mittwoch wollte Opel die Vorwürfe nicht erneut kommentieren.

dpa

Mehr zum Thema

Kann man sein Auto zurückgeben, wenn die VW-Betrugssoftware eingebaut ist? Bislang sagten die Gerichte nein, der Mangel sei nicht erheblich und die Umrüstung komme ja. Das Landgericht München schert nun aus.

22.05.2016

Nach VW nun auch Fiat? Deutschland erhöht den Druck auf den italienischen Autokonzern. Der Verdacht: Auch in Fiat-Modellen könnte es eine illegale Abschaltvorrichtung bei der Abgasreinigung geben.

23.05.2016

„Substanzielle Fortschritte“ bescheinigt der zuständige Richter: VW kann auf ein baldiges Ende des US-Massenverfahrens in den Vereinigten Staaten hoffen. Wie hoch die Quittung ausfallen wird, bleibt aber weiter unklar, denn neue Details zum Vergleich gibt es vorerst nicht.

25.05.2016

Im juristischen Ringen um die Abgas-Affäre bei Volkswagen ebnet das Landgericht Braunschweig wie erwartet den Weg für die gebündelte Klärung zentraler Streitfragen.

26.05.2016

Die Gewerkschaft IG BCE zieht wie erwartet mit der Forderung nach 5 Prozent mehr Geld in die nahende Chemie-Tarifrunde.

26.05.2016

26.05.2016
Anzeige