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Wirtschaft Air Berlin: „Macht et jut!“
Nachrichten Wirtschaft Air Berlin: „Macht et jut!“
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00:01 28.10.2017

Kurz vor dem Ende ihres Flugbetriebs gestern Abend verabschiedet sich die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin von ihren Kunden. „Air Berlin bedankt sich an diesem traurigen Tag bei allen Mitarbeitern, Partnern und Passagieren, die uns über die vielen Jahre ihr Herz und ihre Treue geschenkt haben“, teilte die Fluggesellschaft mit. „Air Berlin wünscht allzeit „Happy Landings!“ und sagt im Namen aller Mitarbeiter „Macht et jut!“ Air Berlin – die nach Lufthansa bisher zweitgrößte deutsche Fluglinie – hatte Mitte August Insolvenz angemeldet.

Gestern landeten die letzten Air-Berlin-Maschinen. Quelle: Foto: Dpa

„Es ist ein emotionaler Abschied für Passagiere und Airline-Mitarbeiter“, heißt es in einer der Mitteilung. Eine rot-weiße Ära gehe nun zu Ende. Seit ihrem Erstflug 1979 habe die Airline mehr als eine halbe Milliarde Passagiere befördert. „Hoffnungen, Träume, die Sehnsucht nach der Ferne und die Liebe zum Reisen flogen immer mit und erzeugten Tausende Geschichten“, erklärte das Unternehmen.

Bei den Piloten herrscht indes eine Mischung aus Enttäuschung, Wut – und Wehmut, erzählt ein junger Co-Pilot. „Es ist gerade sehr emotional. Uns wird bewusst, dass es nun zu Ende geht. Wir bedauern das alle sehr. Keiner weiß so richtig, wie es weitergeht.“ Man fühle sich im Stich gelassen. „Wir rechnen mit der Kündigung.“

Am letzten Tag des Air-Berlin-Flugbetriebs eröffnet sich für einige ihrer Piloten möglicherweise doch noch eine Perspektive zu einem geordneten Übergang zur Lufthansa-Tochter Eurowings. Diese hat sich gestern mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit auf einen Tarifvertrag geeinigt, in dem die Einstellungsbedingungen für Air-Berlin-Piloten geregelt sind. Piloten bei der deutschen Teilgesellschaft Eurowings GmbH zu deren Tarifbedingungen eingestellt werden. Damit würde für die Beschäftigten weiterhin deutsches Tarifrecht gelten.

Julia Kilian

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