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Wirtschaft Air Berlin verhandelt weiter
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00:00 26.09.2017
Berlin

. Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin verspricht ihren Kunden einen sicheren Flugbetrieb mindestens bis Ende Oktober. „Wir sind sicher, dass wir den Flugbetrieb in den nächsten Wochen aufrechterhalten können“, sagte Vorstandschef Thomas Winkelmann gestern in Berlin mit Blick auf die Zeit bis zum Beginn des Winterflugplans am 28.

Oktober. Bis zum 12. Oktober soll der Verkauf großer Teile der Airline perfekt sein. Dann könne er auch für die mittlere Zukunft eine Buchung empfehlen, sagte Winkelmann.

Viele der mehr als 8000 Air-Berlin-Beschäftigte können aus Sicht des Managements bei den möglichen Käufern der insolventen Fluggesellschaft unterkommen. „Es wird uns nicht möglich sein, alle Arbeitsplätze zu erhalten“, sagte der Sachwalter der Gläubiger, Lucas Flöther. Vier von fünf Mitarbeitern hätten aber gute Jobperspektiven bei den Bietern.

Air Berlin verhandelt exklusiv mit dem Marktführer Lufthansa und der britischen Fluggesellschaft Easyjet. Lufthansa will die Air Berlin Töchter Niki und Luftverkehrsgesellschaft Walter, die insgesamt 55 Flugzeuge haben, sowie 13 weitere Mittelstreckenflugzeuge. Easyjet will 27 bis 30 der Airbus-Mittelstreckenflieger der Air Berlin, mit denen der Billigflieger vor allem von Berlin aus fliegen wolle. Noch gebe es Schnittmengen, sagte Air Berlins Generalbevollmächtigter Frank Kebekus.

Der Flugbetrieb ist laut Kebekus bis zum 1. November durchfinanziert. Von den Käufern erwartet Air Berlin deshalb eine Zwischenfinanzierung bis zum Jahresende. Dann wird die Zustimmung der EU-Kommission erwartet. Zurzeit hält ein 150-Millionen-Euro-Kredit des Bundes die Airline in der Luft.

Für das Langstreckengeschäft fanden sich keine Interessenten. Air Berlin stellt die Langstrecken deshalb bis 15. Oktober nach und nach ein. Bereits Freitag streicht Air Berlin die Verbindungen zwischen Hamburg und München sowie zwischen Köln/Bonn und München.

Burkhard Fraune

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