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Air Berlin weiter zahlungsfähig

London Air Berlin weiter zahlungsfähig

Großaktionär Etihad hat Hilfen für vorerst 18 Monate zugesagt

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Kann weiter abheben: Ein Air-Berlin-Flieger vom Typ Airbus A319-100 startet auf dem Flughafen Berlin-Tegel.

Quelle: Foto: Wolfgang Kumm/dpa

London. . Die hoch verschuldete Fluggesellschaft Air Berlin ist nach eigener Darstellung weiter zahlungsfähig. „An unserer Aussage vom April, ,Die Liquidität des Unternehmens ist gesichert’, hat sich nichts geändert“, betonte Unternehmenschef Thomas Winkelmann gestern auf der Hauptversammlung in London. Die Voranfrage auf Prüfung einer Bürgschaft an die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Berlin gehöre „zu unserer vorausschauenden Unternehmensführung“. „Wir loten alle Möglichkeiten aus – für alle Fälle“, erklärte Winkelmann.

Großaktionär Etihad hat der angeschlagenen Airline im April in einem „Letter of Support“ weitere Unterstützung für mindestens 18 Monate zugesagt. Darauf stützt sich Air Berlin. Die arabische Gesellschaft, die 29,2 Prozent der Anteile an den Berlinern besitzt, hält das Unternehmen seit Jahren mit Finanzspritzen in der Luft. Die Bürgschaftsanfrage habe auch nichts mit den jüngst geplatzten Verhandlungen zwischen Etihad und dem Tui-Konzern über eine gemeinsame Ferienfluggesellschaft der Air-Berlin-Tochter Niki mit Tuifly zu tun, sagte Winkelmann.

Winkelmann ist ein ehemaliger Lufthanseat und steht erst seit gut vier Monaten an der Spitze der seit Jahren kriselnden Airline. Eine Aufgabe, die wohl nicht viele übernommen hätten – angesichts von rund 782 Millionen Euro Verlust im vergangenen Jahr und einem Schuldenberg von knapp 1,2 Milliarden Euro. Seit 2008 schreibt Air Berlin – mit einer Ausnahme durch den Verkauf des Vielfliegerprogramms – beständig rote Zahlen.

Der 57-Jährige aus dem Ruhrgebiet jedoch versprüht stoischen Optimismus. Und das obwohl ein wesentlicher Teil des Sanierungsplans weggebrochen ist. In der vergangenen Woche platzte der Plan eines neuen Ferienfliegers gemeinsam mit Tui. Winkelmann verliert dazu nicht viele Worte, erzählt stattdessen vom Fokus auf Langstrecken und Städtetrips. Für die Ferienflieger-Tochter Niki werde sich schon eine neue Partnerschaft finden. Dass Air Berlin bei den Landesregierungen in Berlin und Nordrhein-Westfalen schon mal für eine Bürgschaft vorfühlt, sieht er lediglich als Zeichen vorausschauender Unternehmensführung. „Wir loten alle Möglichkeiten aus – für alle Fälle“, sagt der Chef. Berichten zufolge soll es bei der Bürgschaft um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag gehen. „Wir wollen keine Steuergelder, wir wollen auch nicht verstaatlicht werden“, so Winkelmann.

Theresa Mã¼nch

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