Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Airbag-Debakel: Takata sucht Investoren

Tokio/New York Airbag-Debakel: Takata sucht Investoren

Die defekten Airbags des japanischen Zulieferers Takata halten die Auto-Industrie weiter in Atem. Das Unternehmen selbst geht derweil auf die Suche nach Geldgebern. Angeblich soll ein bekannter Finanzinvestor aus den USA an einer Beteiligung interessiert sein.

Tokio/New York. Der angeschlagene japanische Autozulieferer Takata sucht nach Wegen aus dem Airbag-Debakel.

Das Unternehmen hat laut einer Mitteilung von Donnerstag die US-Investmentbank Lazard beauftragt, nach neuen Geldgebern Ausschau zu halten. Der japanischen Zeitung „Nikkei“ zufolge hat sich der Finanzinvestor KKR bereits als Partner angeboten. Die Amerikaner wollten sich mit rund 60 Prozent beteiligen und so die Kontrolle übernehmen, berichtete das Blatt unter Berufung auf informierte Kreise.

Damit würde KKR das Ruder von der Gründerfamilie und damit die Führungsrolle bei der Sanierung des Unternehmens übernehmen. Sprecher von Takata und KKR erklärten auf Nachfrage, es handele sich um „Marktspekulationen“, die man nicht kommentiere. An der Börse kamen die Neuigkeiten dennoch gut an - der Kurs der Takata-Aktie stieg zwischenzeitlich um gut 20 Prozent.

Takata steckt tief in der Krise. Bei manchen Airbags des Zulieferers besteht die Gefahr, das sie zu kräftig auslösen und lebensgefährliche Splitter durch den Innenraum des Fahrzeugs geschleudert werden. Das Problem wird weltweit mit mindestens 13 Todesfällen und Dutzenden Verletzungen in Zusammenhang gebracht, die meisten davon in den USA. Aus der Produktion der Japaner stammt etwa jeder fünfte Airbag weltweit.

In den USA ordnete die Verkehrsaufsicht wegen des Airbag-Debakels die größte Rückrufaktion der Unternehmensgeschichte an - fast 70 Millionen Airbags sollen bis Ende 2019 repariert werden. Betroffen sind diverse Hersteller, darunter auch deutsche Autobauer wie Daimler oder BMW. Takata versicherte am Donnerstag, eng mit den US-Behörden zusammenzuarbeiten. 2015 war dem Unternehmen wegen mangelnder Kooperation eine Strafe von 70 Millionen Dollar aufgebrummt worden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
San Francisco

„Substanzielle Fortschritte“ bescheinigt der zuständige Richter: VW kann auf ein baldiges Ende des US-Massenverfahrens in den Vereinigten Staaten hoffen. Wie hoch die Quittung ausfallen wird, bleibt aber weiter unklar, denn neue Details zum Vergleich gibt es vorerst nicht.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.