Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Airbus besiegelt A380-Deal mit Emirates
Nachrichten Wirtschaft Airbus besiegelt A380-Deal mit Emirates
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:33 16.02.2018
Die A380 ist seit 2007 im Liniendienst und mit Platz für bis zu 853 Fluggäste der größte Passagierjet der Welt. Quelle: Christian Charisius
Anzeige
Abu Dhabi/Toulouse

Der für die Zukunft des Airbus-Riesenfliegers A380 wichtige Mega-Deal mit Emirates ist perfekt. Etwas mehr als drei Wochen nach der Unterzeichnung eines Vorvertrags besiegelte die arabische Fluggesellschaft jetzt eine feste Bestellung über 20 Exemplare des weltgrößten Passagierjets.

Die in Abu Dhabi unterschriebene Vereinbarung mit dem europäischen Flugzeugbauer sieht zudem eine Kaufoption über 16 weitere A380-Maschinen vor, wie die Unternehmen am Sonntagabend mitteilten.

Damit soll das A380-Programm bei deutlich heruntergefahrener Produktionsrate für ein Jahrzehnt gesichert sein. Ohne den Großauftrag von Emirates hätte Airbus die Herstellung des doppelstöckigen Flugzeugs in absehbarer Zeit einstellen müssen, wie der Konzern selbst Anfang des Jahres eingeräumt hatte. Das ursprünglich mit großen Hoffnungen auf den Markt gebrachte Flaggschiff hatte seit Jahren kaum neue Käufer gefunden.

Airbus hofft nun, mit dem Emirates-Geschäft im Rücken weitere Kunden gewinnen zu können. „Diese Vereinbarung bestätigt unser Bekenntnis zum A380-Programm“, sagte Emirates-Chef Scheich Ahmed bin Said Al Maktum. „Damit verleihen wir der A380-Produktion Stabilität.“ Die Golf-Airline war schon zuvor die wichtigste A380-Kundin.

Das Auftragsvolumen für alle 36 Jets würde sich laut Preisliste auf rund 16 Milliarden US-Dollar (13 Mrd Euro) belaufen. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen - vor allem bei wenig gefragten Modellen - hohe Rabatte üblich.

Die A380 ist seit 2007 im Liniendienst und mit Platz für bis zu 853 Fluggäste der größte Passagierjet der Welt. Doch die meisten Gesellschaften setzen lieber auf mittelgroße Langstreckenjets wie den Airbus A350 und Boeings 787 „Dreamliner“. Diese lassen sich auch auf weniger gefragten Strecken rentabel einsetzen. Da sie mit zwei statt vier Triebwerken auskommen, sind sie auch günstiger zu warten.

Airbus sieht das Wachstum des Luftverkehrs als wichtigstes Argument für die A380. An Drehkreuzen wie London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle könne der Bedarf auf Dauer nur mit größeren Flugzeugen gedeckt werden, schätzt das Unternehmen.

Vor der neuen Emirates-Order hatte Airbus noch offene Bestellungen über 95 Exemplare der A380 in den Büchern. Die Produktion wird zurückgefahren. Nach zwischenzeitlich bis zu 30 Jets pro Jahr sollen 2018 noch 12 Maschinen die Werkshallen verlassen. Ab 2019 sollen es dann nur noch acht Stück sein.

dpa

Mehr zum Thema

Es war ein quälender Prozess, aber jetzt ist es vollbracht: Union und SPD machen einen Riesenschritt in Richtung große Koalition. Die Einigung bringt die Genossen aber ins Rotieren - und am Ende kann noch alles schief gehen.

07.03.2018

Ein SPD-Vorsitzender stürzt im Adenauer-Haus der CDU: Diese jetzt schon historische Regierungsbildung bekommt am Ende eine besonders dramatische und tragische Note. Statt Martin Schulz soll es künftig Andrea Nahles für die Sozialdemokraten richten.

07.03.2018

Schluss für Schulz: Der Noch-Parteichef der SPD rettet sich nun doch nicht ins Außenamt. Er verzichtet auch darauf, um ein Ja der Mitglieder für eine neue große Koalition nicht zu gefährden. Behält nun Sigmar Gabriel seinen Posten?

12.03.2018

Eine höhere Kaufprämie und mehr Ladesäulen - das soll das Interesse der Deutschen an elektrischen Antrieben ankurbeln. Der Tüv nimmt unterdessen den Diesel stärker in den Blick.

12.02.2018

Den Chemieriesen BASF erschüttert ein Betrugsskandal: Über viele Jahre sollen externe Dienstleister zusammen mit BASF-Mitarbeitern Rechnungen für Leistungen gestellt haben, die nie erbracht wurden. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

12.02.2018
Wirtschaft Staatsanwaltschaft ermittelt - BASF-Mitarbeiter unter Betrugsverdacht

Mehrere BASF-Mitarbeiter und Verantwortliche externer Firmen stehen im Verdacht, den Chemieriesen mit Scheinrechnungen um einen Millionenbetrag geprellt zu haben.

21.02.2018
Anzeige