Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Airbus zahlt 81 Millionen Euro Bußgeld

Eurofighter-Deal Airbus zahlt 81 Millionen Euro Bußgeld

Wegen undurchsichtiger Geldflüsse beim Verkauf von 18 Eurofightern an Österreich muss der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus 81,25 Millionen Euro Bußgeld zahlen.

Voriger Artikel
Anleger bleiben nervös: Dax schließt im Minus
Nächster Artikel
Uber und Google-Schwester Waymo legen Streit bei

Zwei Eurofighter des österreichischen Bundesheeres stehen im obersteirischen Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg. In Wien liefen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft weiter.

Quelle: Harald Schneider/apa/archiv

München. Wegen undurchsichtiger Geldflüsse beim Verkauf von 18 Eurofightern an Österreich muss der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus 81,25 Millionen Euro Bußgeld zahlen.

Die Staatsanwaltschaft München erließ einen entsprechenden Bescheid wegen einer Ordnungswidrigkeit der fahrlässigen Aufsichtspflichtverletzung. In Wien liefen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dagegen wegen des Verdachts auf Betrug, Bestechung, Geldwäscherei und Untreue weiter, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA und berief sich auf einen Behördensprecher.

Airbus habe das Bußgeld akzeptiert, teilte die Staatsanwaltschaft München mit. Die seit 2012 laufenden Ermittlungen gegen Airbus-Mitarbeiter und Geschäftspartner hätten keine Nachweise ergeben, dass es bei dem Eurofighter-Verkauf zu Bestechungszahlungen gekommen sei. Die Staatsanwaltschaft beanstandet aber Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe an zwei Firmen in Großbritannien.

„Von dort wurden die Gelder unter Umgehung der unternehmensinternen Kontrollen großteils ohne belegbare Gegenleistung für unklare Zwecke verwendet, wobei anhand der Geldflüsse nicht feststellbar ist, welchen Zwecken die Zahlungen letztlich dienten“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dies erfülle den Tatbestand einer fahrlässigen Aufsichtspflichtverletzung des Unternehmens. Der Eurofighter wird unter anderem im Airbus-Werk Manching bei Ingolstadt gebaut.

Wann die Untersuchungen in Wien abgeschlossen würden, lasse sich noch nicht sagen, sagte der Behördensprecher laut APA. Der Kampfjet-Kauf sorgt in Österreich seit Jahren für innenpolitischen Wirbel. Die Alpenrepublik hatte im vergangenen Jahr Strafanzeige gestellt und Schadenersatz gefordert - sie sei über Ausstattung und Lieferfähigkeit der Abfangjäger getäuscht worden. Airbus hatte dies als „konstruiert und juristisch substanzlos“ zurückgewiesen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stadtmitte

Serie von Sprengstoff-Anschlägen in Rostock: Sechs Verdächtige ermittelt / Mögliches Motiv: Täter brauchten Geld für Drogen / RSAG: Fahrkarten-Automaten nehmen wieder Bargeld

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.