Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° bedeckt

Navigation:
Aktionärskritik in Diesel-Affäre

Hannover Aktionärskritik in Diesel-Affäre

VW lehnt detaillierten Bericht ab / Bereits 4,7 Millionen Motoren umgerüstet /Ermittlungen gegen Müller

Voriger Artikel
Solarworld stellt Insolvenzantrag
Nächster Artikel
Snapchat-Aktie stürzt nach Milliardenverlusten ab

Hannover. /Stuttgart. Anderthalb Jahre nach Auffliegen des Volkswagen-Diesel-Skandals haben Anteilseigner dem Konzern mangelnde Transparenz vorgeworfen. Der Autobauer lehnt einen ausführlichen Bericht zu Ermittlungserkenntnissen der Anwaltskanzlei Jones Day zum Abgasskandal weiter ab. Bei Aktionären stößt dies auf deutliche Kritik. „Mir ist bewusst, dass sich einige von Ihnen eine noch weitergehende Transparenz wünschen“, sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch gestern vor versammelten Aktionären in Hannover. „Einen schriftlichen Abschlussbericht von Jones Day gibt es nicht und wird es auch nicht geben“, sagte er zu den Erkenntnissen der von VW beauftragten US-Anwaltskanzlei.

VW-Chef Matthias

Müller

FOTO:

PETER STEFFEN/DPA

Die im September 2015 eingeräumten Manipulationen bei Abgastests hatten VW in die Krise gestürzt. Der Konzern hat für die Kosten des Dieselskandals schon 22,6 Milliarden Euro verbucht. Derweil hat Europas größter Autobauer wieder Fahrt aufgenommen: Im 1. Quartal machte VW 3,4 Milliarden Euro Gewinn (+44%). Weltweit hat der Konzern knapp die Hälfte der betroffenen Motoren umgerüstet – insgesamt 4,7 Millionen Fahrzeuge, sagte Konzernchef Matthias Müller. In Deutschland seien es 1,7 Millionen Autos.

Unterdessen hat die Stuttgarter Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen VW-Chef Müller aufgenommen. Er werde der Marktmanipulation im VW-Abgasskandal verdächtigt, schreibt die „Wirtschaftswoche“.

Hierbei geht es um seine Tätigkeit bei der VW-Dachgesellschaft Porsche SE, bei der er seit 2010 im Vorstand ist. Auch gegen VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch und den früheren Vorstandsvorsitzenden des Autobauers  Volkswagen, Martin Winterkorn, werde ermittelt.

Im Kern geht es um die Frage, ob die Firmenchefs rechtzeitig über Probleme im Zusammenhang mit dem Dieselskandal informiert haben. Nach dessen Bekanntwerden war nämlich der Börsenkurs eingebrochen. Dem Gesetz zufolge müssen Nachrichten, die den Börsenkurs beeinflussen, umgehend („ad hoc“) publiziert werden.

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stralsund
Die Volkswerft Stralsund feiert 1978 ihren 30. Geburtstag. Während der Auszeichnung von Werftarbeitern findet Fotoreporter Harry Hardenberg einen ungewöhnlichen Blickwinkel.

Mit Gespür für den Moment schoss der Stralsunder Fotografen Harry Hardenberg einzigartige Bilder

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.