Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Alitalia vor dem Aus - Mitarbeiter lehnen Rettungsplan ab

Kampf gegen Billigflieger Alitalia vor dem Aus - Mitarbeiter lehnen Rettungsplan ab

Ist Italiens ehemaliger Staatsflieger Alitalia noch zu retten? Ein mühsam verhandelter Sparplan sollte eigentlich die Zukunft sichern. Doch die Mitarbeiter ziehen nicht mit.

Voriger Artikel
Thyssenkrupp-Betriebsrat will Hilfe von Ministerpräsidentin
Nächster Artikel
Dax-Aktien weiter überwiegend in ausländischer Hand

Flugzeuge der Alitalia stehen auf dem Flughafen „Leonardo da Vinci“ in Rom.

Quelle: Epa Ansa Telenews/illustration

Rom (dpa) - Die schwer angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia steht vor dem Ende. In einem Referendum stimmte die Mehrheit der Mitarbeiter gegen einen mit der Regierung ausgehandelten Kompromiss zur Rettung der Fluglinie.

Heute sollte der Verwaltungsrat zu Beratungen über die Zukunft zusammenkommen, teilte die Airline mit. Im Vorfeld hatte Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni gesagt, falls der Plan scheitere, könne Alitalia nicht überleben.

Die Airline mit mehr als 12 000 Mitarbeitern steckt seit Jahren in der Krise. Mitte März hatte das Management einen Rettungsplan vorgestellt. Er sieht ein drastisches Sparprogramm vor, der die einstige Staatsfluglinie binnen zwei Jahren wieder in die Gewinnzone bringen soll. Die Gewerkschaften riefen angesichts der vorgesehenen Stellenstreichungen und Kürzungen der Gehälter des Flugpersonals mehrfach zu Streiks auf.

Der Kompromiss, der durch die italienische Regierung vermittelt wurde und den auch die Gewerkschaften unterstützt hatten, sah vor, dass die Gehälter um durchschnittlich 8 statt 30 Prozent gekürzt und 980 statt fast 1400 der 12 500 Beschäftigten entlassen werden. Mit „Bedauern und Bestürzung“ habe man den negativen Ausgang des Referendums wahrgenommen, der die Rekapitalisierung des Unternehmens gefährde, teilten Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsministerium in einer gemeinsamen Erklärung mit. Das Ziel der Regierung sei es, die Kosten „für die italienischen Bürger und die Reisenden“ zu minimieren.

Alitalias Anteilseigner, darunter die Banken UniCredit und Intesa Sanpaolo, hatten damit gedroht, die Umschuldung von Verbindlichkeiten der Fluglinie zu blockieren, sollte es keinen Sanierungsplan geben.

Die Fluggesellschaft hat vor allem mit Billigfliegern zu kämpfen, die auf den italienischen Markt gedrängt sind und mit der Konkurrenz von Schnellzügen innerhalb Italiens. Die Übernahme von 49 Prozent der Anteile durch die arabische Fluggesellschaft Etihad sollte den Neustart bringen. Doch die Beteiligung erwies sich für die Araber bislang als teures Zuschussgeschäft - ähnlich wie ihre Beteiligung an Air Berlin.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Nach Rauswurf-Affäre
United Airlines hat sich gegen eine bereits vereinbarte Beförderung von Konzernchef Oscar Munoz entschieden.

Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat sich im Zuge des Skandals um einen gewaltsamen Passagier-Rauswurf gegen eine bereits vereinbarte Beförderung von Konzernchef Oscar Munoz entschieden.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.