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Wirtschaft Arbeitskampf bei der Lufthansa: 425 000 Passagiere müssen Flüge umbuchen
Nachrichten Wirtschaft Arbeitskampf bei der Lufthansa: 425 000 Passagiere müssen Flüge umbuchen
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02:25 01.04.2014
Frankfurt

Die Lufthansa steuert mit vollem Schub in einen bislang beispiellosen Arbeitskampf. Wegen des Streiks ihrer Piloten stellt sie den Flugbetrieb ab Mittwoch für drei Tage nahezu ein. Als Reaktion auf die Arbeitskampfdrohung von rund 5400 Flugzeugführern hat die Airline von Mittwoch bis Freitag 3800 Verbindungen gestrichen.

Nur 500 Flüge könnten in der Zeit mit Jets der Konzerngesellschaften Eurowings, Lufthansa CityLine und Air Dolomiti angeboten werden, bei denen die Piloten nicht streiken.

Betroffen seien 425 000 Fluggäste. Es handelt sich um einen der größten Ausstände in der Geschichte der Lufthansa. Europas größte Fluggesellschaft rechnet mit einem S chaden in zweistelliger Millionenhöhe. Auch 23 von 31 geplanten Frachtflügen der Lufthansa Cargo seien bereits abgesagt, hieß es gestern. Lufthansa bietet seinen Gästen kostenlose Umbuchungen an. So sollen auch die ausländischen Konzernmarken Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines mit größeren Jets nach Deutschland fliegen. Für innerdeutsche Verbindungen werden die Fluggäste auf die Bahn verwiesen.

Streikanlass sind die von Lufthansa einseitig gekündigten Übergangsrenten, die den Piloten bislang ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Beruf ermöglicht hatten. In einer Urabstimmung hatten die rund 5400 Piloten zu 99,1 Prozent für einen Arbeitskampf gestimmt.

Der Flughafenverband ADV übte Kritik: „Die deutschen Flughäfen erwarten von der Vereinigung Cockpit die Einhaltung einer fairen Streikkultur. Der angekündigte Streik sprengt alle Dimensionen — vom Zeitpunkt zu Beginn der Osterferien in einigen Bundesländern bis zum Umfang von mehreren Tagen“, erklärte Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel in Berlin.

• Internet Liste der gestrichenen Lufthansa-Flüge auf http://bit.ly/1fiA8EK



OZ

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