Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Arbeitslosigkeit im Euroraum stagniert

Viele Jugendliche ohne Job Arbeitslosigkeit im Euroraum stagniert

Im europäischen Vergleich herrschen auf dem deutschen Arbeitsmarkt traumhafte Zustände. Die jüngste Statistik zeigt: Die Kluft zwischen Norden und Süden bleibt riesig.

Luxemburg. Die Arbeitslosenquote im Euroraum schafft es weiter nicht unter die symbolische Zehn-Prozent-Marke. In den 19 Ländern mit der Gemeinschaftswährung waren im September rund 16,18 Millionen Menschen ohne Job.

Dies entspricht einer im Vergleich zum Vormonat unveränderten Quote von 10,0 Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte.

Eurostat verwies allerdings darauf, dass die Arbeitslosenquote im Vergleich zum September vergangenen Jahres um 0,6 Prozentpunkte zurückgegangen sei. Dies entspreche einer Verringerung der Arbeitslosenzahl um 905 000, hieß es. Mit 10,0 Prozent liege die Quote weiter auf dem niedrigsten Stand seit Juni 2011.

In der Europäischen Union insgesamt sank die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,7 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent. Im Vergleich zum August dieses Jahres blieb sie wie die Quote in der Eurozone unverändert. Umgerechnet waren im September in der EU insgesamt 20,79 Millionen Männer und Frauen arbeitslos - rund um 1,6 Millionen weniger als im September 2015.

Schlusslichter in der EU-Arbeitslosenstatistik sind nach den aktuellsten Zahlen weiter die von der Finanzkrise besonders betroffenen Staaten Griechenland (23,2 Prozent) und Spanien (19,3 Prozent). Spitzenreiter mit den niedrigsten Werten sind hingegen Tschechien (4,0 Prozent) und Deutschland (4,1 Prozent).

Die Bundesagentur für Arbeit meldete zuletzt eine Quote von 5,8 Prozent - allerdings bezieht sich diese bereits auf den Oktober und die Berechnungsmethoden der Nürnberger und Luxemburger Statistiker unterscheiden sich.

Besonders oft sind in der EU nach wie vor Jugendliche ohne Job. Im Euroraum lag die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit im September bei 20,3 Prozent - das entspricht 2,88 Millionen Menschen unter 25 Jahren. In der EU insgesamt waren es 18,2 Prozent beziehungsweise 4,13 Millionen Jugendliche. Auch hier sind die südeuropäischen Länder Griechenland und Spanien mit Quoten von zuletzt 42,7 und 42,6 Prozent am stärksten betroffen.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist allerdings nicht unmittelbar vergleichbar mit der Gesamtquote - die Statistiker klammern zum Beispiel Studenten aus der Gruppe der berücksichtigten Personen aus. Dadurch fällt in dieser Altersgruppe jeder Arbeitslose besonders stark ins Gewicht.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Arbeitsmarkt stabil

Ob Flüchtlingszuwanderung oder Brexit-Votum - so mancher Experte sah noch vor ein paar Monaten keine guten Vorzeichen für den deutschen Arbeitsmarkt. Doch der präsentiert sich nach Einschätzung der Bundesagentur derzeit grundsolide.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.