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Wirtschaft Azubis gesucht: 3356 freie Lehrstellen in MV
Nachrichten Wirtschaft Azubis gesucht: 3356 freie Lehrstellen in MV
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00:02 27.09.2017

Dringend Azubis gesucht: Überall in Mecklenburg-Vorpommern gibt es zurzeit noch Hunderte freie Ausbildungsplätze. Die Situation auf dem „Lehrstellenmarkt“ in MV ist sehr angespannt. Jedes zweite Unternehmen kann seine Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen, klagen die Kammern.

3356 unbesetzte Berufsausbildungsstellen hat die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit zurzeit in MV registriert. Das sind 281 weniger als im Vorjahr. 1892 Bewerber haben bisher keine Lehrstelle gefunden (12 Prozent weniger als 2016). Diesen Jugendlichen rät Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord: „Es ist auch nach dem offiziellen Beginn des Ausbildungsjahres möglich, einen Ausbildungsvertrag zu schließen. Gebt nicht auf!“ Die Bewerber sollten sich bei der Berufsberatung anmelden, die Jobbörse der Arbeitsagentur im Internet nutzen und die Ausbildungsplatzbörsen besuchen, die mit den Kammern im Rahmen der Nachvermittlung veranstaltet werden.

Auch im Handwerk wird nach Lösungen gesucht, freie Lehrstellen zu besetzen. „Jungen und Mädchen mit Startschwierigkeiten haben ebenso berufliche Chancen im Handwerk wie Gymnasiasten und Studienaussteiger“, erklärt Jens- Uwe Hopf, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern in MV. So stünden Lehrstellenbewerbern ausbildungsbegleitende Hilfen oder die „Assistierte Ausbildung“ zur Verfügung. Die Handwerksbetriebe in MV bieten gegenwärtig 435 freie Lehrstellen an. Die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern führt vor allem Elektroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär/Heizung/ Klimatechnik sowie Berufe im Nahrungsmittelhandwerk auf. Die Handwerkskammer Schwerin sucht Azubis für Kfz-Handwerk und Metallbau sowie für die Berufe Fleischer und Friseur.

In der Lehrstellenbörse der IHK zu Rostock sind für 2017 noch 22 freie Ausbildungsplätze gelistet. „Insbesondere der Handel und die Dienstleistungsbranche sind vom ,Bewerbermangel’ betroffen“, sagt Helga Rusin, Leiterin des IHK-Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung. Die Unternehmen hätten „zum Teil noch nicht ausreichend auf den zunehmenden Fachkräftemangel reagiert“, betont Helga Rusin. So spiele die „Work-Life-Balance“ für Bewerber eine immer wichtigere Rolle. Oft würden Informationen zu Entwicklungsmöglichkeiten nach der Ausbildung fehlen.

Die IHK zu Schwerin bietet 127 offene Stellen für das Ausbildungsjahr in der Lehrstellenbörse an. Vor allem im Bürobereich (Kaufmann für Büromanagement), im Gastgewerbe (Hotelkaufleute, Hotel- und Restaurantfachkräfte) und in der Logistik (Berufskraftfahrer, Lagerlogistiker). „Alle Branchen suchen dringend Nachwuchs“, sagt IHK- Sprecher Andreas Kraus. Das liege an der demografischen Situation:

Die Mehrzahl der Mitarbeiter in den Firmen sei recht alt. Die Zahl der Schulabgänger reiche für die frei werdenden Stellen nicht aus.

Bernhard Schmidtbauer

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