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Bahn lässt Züge fahrerlos durchs Land rollen

Berlin Bahn lässt Züge fahrerlos durchs Land rollen

Konzernchef Grube: Spätestens 2023 soll es so weit sein – erste Pilotprojekte laufen

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Blick in einen leeren Führerstand eines ICE 3. Die Deutsche Bahn probt den Verzicht auf Lokführer.

Quelle: Jan Woitas/dpa

Berlin. . Nicht nur Autos sollen künftig autonom fahren, sondern auch Züge der Deutschen Bahn. Spätestens 2023 werde die Bahn so weit sein, „dass wir in Teilen unseres Netzes vollautomatisch fahren können“, sagte Bahnchef Rüdiger Grube der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. In Nürnberg fahren seit 2008 vollautomatische U-Bahnen und auch andere Länder haben bereits Erfahrungen mit führerlosen Zügen.

Zwar sei das Fahren ohne Lokführer in einem komplexen Schienensystem mit Regional-, Fern- und Güterzügen „schwieriger als bei einer U-Bahn“, räumte Grube ein. „Aber es ist möglich.“ Die ersten Pilotprojekte liefen bereits, bei der Erzgebirgsbahn sei ein Testfeld aufgebaut worden. De facto experimentiert die Deutsche Bahn bereits seit längerem mit fahrerlosen Zügen. Grube setzt darauf, dass die Arbeitnehmervertreter die Pläne mittragen. „Auch Betriebsräte und Gewerkschaften erkennen, dass sich durch die Digitalisierung die Welt verändert.“ Wenn die Schiene wettbewerbsfähig sein solle im Vergleich mit der Straße, könne der Bahnvorstand bei der Digitalisierung nicht nur zusehen. „Wir wollen aber die Kunden mit moderner Technik begeistern.“

Das autonome Fahren ist in der gesamten Verkehrsbranche das Zukunftsthema schlechthin. Am selbstfahrenden Auto arbeiten etliche Autohersteller und Technologiefirmen. Auch vollautomatisierte Lastwagen werden erprobt. Auf der Schiene sind in vielen Ländern bereits U-Bahnen und Metros ohne Lokführer unterwegs.

Im Fern- und Regionalverkehr steuert dagegen noch immer ein Lokführer den Zug – er beschleunigt, bremst, muss Signale beachten und bei unvorhergesehenen Situationen reagieren. Es gibt hierzulande aber bereits verschiedene automatische Sicherungssysteme zur Überwachung. Sie sollen einen Zug beispielsweise abbremsen, wenn er ein Haltesignal überfährt oder zu schnell unterwegs ist.

Komplett automatisierte Züge haben laut Siemens mehrere Vorteile: Sie können schneller hintereinander fahren, weil Bremsweg, Geschwindigkeit und der kleinstmögliche Abstand ständig berechnet werden, wie Siemens in einer Präsentation seiner fahrerlosen Zugprojekte schreibt. Die Technologie spare Strom, außerdem könne bei hohem Passagieraufkommen zügig eine weitere Bahn eingesetzt werden – ohne dass auch ein Lokführer bereitstehen muss.

OZ

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