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Baubranche wächst – aber auch die Bürokratie

Rostock Baubranche wächst – aber auch die Bürokratie

27. RoBau öffnet heute in Rostock / 250 Aussteller bei größter Baumesse in MV Landesbauverband beklagt fehlendes Bauland und steigende Preise

Rostock. Energetisches Bauen oder Sanieren. Eigenheimbau, -umbau oder -finanzierung. Diese und andere Themen – bis hin zu Sicherheitstechnik und intelligenten Gebäudesystemen – stehen im Mittelpunkt der 27. RoBau. Heute öffnet die größte Baumesse im Norden in Rostocks Hansemesse ihre Pforten. Gut 250 Aussteller präsentieren bis einschließlich Sonntag ihre Produkte, Fachleute stehen Interessierten bereit für Beratung und Information.

Bau-Schau in der Hansemesse

250 Aussteller zeigen bei der 27. RoBau

ihre Produkte.

Die Bau-Schau in der Hansemesse Rostock läuft vom 6. bis zum

8. Oktober.

Geöffnet: täglich von 10 bis 18 Uhr

Tageskarte:

pro Person 6 Euro, ermäßigt: 5 Euro

OZ-Abokarte: 5 Euro

Die Tageskarte ist gültig für die RoBau und die Ausstellung Wohnideen & Lifestyle

Parallel zur RoBau wird die Ausstellung „Wohnideen & Lifestyle“ eröffnet. 70 Aussteller stellen neueste Einrichtungstrends vor.

Rainer Bauer, Präsident des Bauverbandes Mecklenburg-Vorpommern, sieht die RoBau als „die Fachmesse für den interessierten Häuslebauer“, der sich bei den Hausbaufirmen „auch von uns“, den hiesigen Firmen, von A bis Z über den Eigenheimbau informieren könne.

Der Straßenbaumeister, selbst Chef eines Baubetriebs mit 30 Mitarbeitern, kritisiert allerdings die langatmige und wachsende Bürokratie, mit der die Branche in Mecklenburg-Vorpommern zu kämpfen hätte. „Es mangelt an Bauplätzen, es gibt kaum noch Bauland“, weiß Rainer Bauer. Zudem sei die Verwaltung zu langsam beim Erteilen von Baugenehmigungen für Eigenheime oder Wohngebiete. Was früher ein Jahr gedauert hätte, dauere heute bis zu fünf Jahre lang. „Die Baupreise stiegen in den letzten fünf Jahren um gut 30 Prozent“, sagt Bauer. Raschere Baugenehmigungen würden auch für niedrigere Mieten und Baupreise sorgen.

Dennoch sieht der Bauverbandschef viel Positives. Die öffentliche Hand hätte am Bau zugelegt und auch Private würden mehr investieren in „Beton-Gold“. Die Auftragslage sei gut, die Bauzinsen seien niedrig – und das Bauwesen, das von 2000 bis 2011 geschrumpft sei, habe sich in den vergangenen Jahren stabilisiert. Trotz Nachwuchsmangels gebe es 2017 etwa ebenso viele Azubis wie im Vorjahr. Bauer registriert zudem: „Viele von den 10000 Lehrlingen, die wir zwischen 1990 und 2000 ausgebildet haben, wollen aus den alten Bundesländern wieder in die Heimat zurück.“

Ingo Witt, Geschäftsführer der Rostocker Baufirma Woge-Team GmbH (22 Beschäftigte), teilt Bauers Optimismus: „Die Auftragslage ist sehr gut im Moment – mehr geht nicht! Die Nachfrage, etwa von Hausbauern, ist derzeit kaum zu befriedigen. Probleme bereiten uns jedoch der fehlende Nachwuchs und die verkürzten Bauzeiten wegen des in diesem Jahr andauernd regnerischen Wetters.“

In Mecklenburg-Vorpommern beschäftigte die Bauwirtschaft laut jüngsten Angaben des Bauverbands MV Ende des Vorjahres 15220 Menschen. Trotz Konjunktur – zu Beginn des zweiten Halbjahres stiegen die Umsätze der Unternehmen mit über 20 Beschäftigten im Schnitt um 18,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 743,8 Millionen Euro – liegt die Beschäftigung aber nur leicht über Vorjahresniveau. Dabei steuerte der Wohnungsbau fast 40 Prozent zum Ergebnis bei, der öffentliche Bau 14,1 Prozent. Im Wirtschaftsbau betrug das Umsatzplus 5,4 Prozent.

Das Plus bei den Auftragseingängen in der Baubranche lag per 31. Juli bei 3,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Dabei erlebt der öffentliche Bau dank kräftiger Investitionen einen Zuwachs von beachtlichen 28,3 Prozent.

Jürgen Schultz

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