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Wirtschaft Bauern aus MV nehmen EU-Umweltprogramme gut an
Nachrichten Wirtschaft Bauern aus MV nehmen EU-Umweltprogramme gut an
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00:01 26.07.2016
Landesagrar- minister Till Backhaus Quelle: dpa

Die EU-Umweltprogramme für die Landwirtschaft werden nach Worten von Agrarminister Till Backhaus (SPD) in Mecklenburg-Vorpommern gut angenommen. Auf mehr als 20 Prozent der Landwirtschaftsfläche setzten Bauern aktuell die Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen um, sagte Backhaus gestern in Schwerin. Dazu gehörten zum Beispiel das Anlegen von Blühstreifen und Blühflächen oder die Sommerweide für Kühe. In der aktuellen EU-Förderperiode stehen Backhaus zufolge in Mecklenburg-Vorpommern 333 Millionen Euro für die Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung. Er zeigte sich zufrieden, dass im zweiten Jahr der Periode nur 57 Millionen Euro noch nicht vergeben seien. „Mit Freude nehme ich zur Kenntnis, dass immer mehr Landwirte bereit sind, freiwillig einen Beitrag zum Klimaschutz, zum Erhalt oder zur Steigerung der biologischen Vielfalt sowie zur Verringerung der Dünge- und Pflanzenschutzmittel-Einträge zu leisten“, sagte Backhaus. Das sei ein großer Erfolg. Besonders hoch im Kurs stehe das Förderprogramm zur Erweiterung der Fruchtfolge. Dabei sollen mindestens zehn Prozent Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen oder Lupine angebaut werden. Mit 93500 Hektar übertreffe diese Maßnahme den anvisierten Flächenumfang von 50000 Hektar deutlich. Das mache ihn besonders froh, denn das Land wolle mehr Eiweißpflanzen für die Viehfütterung anbauen, um weniger Soja importieren zu müssen, sagte Backhaus. Soja ist oft genverändert. Umstritten ist es auch, weil in Südamerika für seinen Anbau Regenwald abgeholzt wird.

Doch nicht alle Programme erfreuen sich gleich großer Beliebtheit. So sind 1600 Hektar Gewässerschutzstreifen geplant – bisher lägen aber nur für 193 Hektar Anträge vor. Auch das Förderprogramm für Schonstreifen an Alleen bleibe mit elf Hektar hinter den Erwartungen. Geplant seien 2000 Hektar.

OZ

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