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Bauern setzen auf frisch gezapfte Milch

Klausdorf Bauern setzen auf frisch gezapfte Milch

/Rostock. Der Milchpreis ist im Keller. Immer mehr Bauern wählen deswegen den direkten Weg zum Verbraucher und bieten frisch Gezapftes aus dem Automaten an.

Klausdorf. /Rostock. Der Milchpreis ist im Keller. Immer mehr Bauern wählen deswegen den direkten Weg zum Verbraucher und bieten frisch Gezapftes aus dem Automaten an. Das Internetportal „milchautomaten-direktvermarkter.de“ listet derzeit 244 Standorte in Deutschland. „Die tatsächliche Zahl dürfte weitaus höher liegen“, sagt Rebecca Liebers, die Betreiberin der Seite.

 

OZ-Bild

Die Milchtankstelle in Neu Broderstorf bei Rostock.

Quelle: Jager Gbr

Denn nicht jeder lasse seinen Standort bei ihr registrieren. Doch das Interesse an solchen Milchautomaten sei seit Jahresbeginn stark gestiegen. Das bestätigen auch Hersteller wie die Schweizer Firma Brunimat und Risto Vending in Nordrhein-Westfalen. Allein Risto eröffnet derzeit nach eigenen Angaben im Schnitt zwei neue Milchtankstellen am Tag.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es knapp zehn Milchtankstellen. Landwirt Henning Heß hat im Juni in Klausdorf bei Stralsund die erste Milchtankstelle im Landkreis Vorpommern-Rügen eröffnet (die OZ berichtete). An der darf 365 Tage im Jahr von 8 bis 20 Uhr gezapft werden. Einen Euro kostet der Liter. Für ihre Milch bekommen die Bauern so etwa das Vierfache, als die Molkereien zahlen. Das Interesse an der Direktvermarktung sei durch den Preisverfall bei Milch angeheizt worden, erklärt Udo Folgart, Vorsitzender des Fachausschusses Milch beim Deutschen Bauernverband. Nach seiner Beobachtung kann von einem Boom bei den Automaten gesprochen werden. Zahlen liegen dem Verband allerdings nicht vor. Die Vermarktung von Milch auf diese Weise werde aber nur eine Nische für die Landwirte bleiben, betont Folgart.

Wie Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock, betont, sollten Verbraucher bedenken, „dass die Milch aus dem Automaten aber nicht zum Rohverzehr vorgesehen ist“. Trotz regelmäßiger Pflichtuntersuchungen könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Milch in Ausnahmefällen krankmachende Keime enthält. „Auf der sicheren Seite sind Verbraucher nach einem kurzen Abkochen.“

ks

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